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Rasenkönig hofft auf Titel-Comeback bei Heimturnier

Das aufgrund der Corona-Pandemie in den Oktober verschobene Rasen-Masters-Series-1000-Turnier der HT...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 06.10.2020, 14:18 Uhr

Das aufgrund der Corona-Pandemie in den Oktober verschobene Rasen-Masters-Series-1000-Turnier der HTT wird am Dienstag Nachmittag am Centercourt des WAT Landstraße zwischen Lokalmatador Vladimir Vukicevic aus Serbien und Österreichs Jungstar Maximilian Wild entschieden. Im gestrigen Halbfinale kämpfte der an Nummer 5 gesetzte Maxi Wild in einem fast dreistündigen Marathon Jaros-Bezwinger Markus Klaus mit 3:6, 7:5, 6:1 nieder, während sein heutigen Finalgegner den Heimvorteil voll ausnützte, und im anderen Semifinale des 25. Juni Masters Series 1000 Turniers den Siegeszug von Damian Roman-Bezwinger Philipp Fedorczuk mit einem 6:3, 7:5 Erfolg beendete. Beenden möchte Vukicevic am heutigen Nachmittag (LIVE ab 15 Uhr im Stream und im Ticker auf www.hobbytennistour.at) auch seine titellose Zeit, die mittlerweile bereits seit September 2018 anhält. Ein Bericht von C.L

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Vukicevic baut auf dem Weg zum ersten Titel seit September 2018 auf Heimvorteil und seine Super-Bilanzen beim Rasen-Masters-Series-1000-Turnier

Seit 25 Monaten wartet der ehemalige Ranglisten-Erste Vladimir Vukicevic nun schon auf einen Turniersieg auf der Hobby-Tennis-Tour. 16. Mal konnte er in seiner seit Sommer 2012 andauernden Bilderbuch-Karriere schon einen der HTT-Sieges-Pokale entgegennehmen, seit dem HTT US Open Titel 2018 herrscht aber Flaute im Trophäen-Schrank des Routiniers aus Sombor. Die Chancen, dass Ehefrau Moni schon bald Trophäe Nr. 17 zum wöchentlichen Abstauben beklagen kann, stehen freilich an diesem heutigen Oktober-Nachmittag gut wie schon lange nicht mehr. Und das hat nichts mit dem bärenstarken Finalgegner zu tun, als vielmehr mit dem Untergrund, auf dem die Entscheidung beim 154. HTT Masters Series 1000 Turnier der Open Ära fallen wird. Und natürlich mit den außergewöhnlich starken Bilanzen, die “Vladi” auf Kunstrasen in seinem Heimverein vorzuweisen hat, und die dem 39jährigen Serben seit Jahren den wohl verdienten Titel des unumschränkten Rasenkönigs der HTT verleihen. Im Falle eines neuerlichen Triumphs würde sich Vukicevic zum vierten Mal in die Siegerliste dieses HTT 1000er-Turniers auf Rasen eintragen, und damit zum Rekordsieger dieses Events avancieren. Bei der mit 1000 Punkten dotierten Generalprobe für den am kommenden Wochenende stattfindenden HTT-Wimbledon-Klassiker hält Vukicevic vor dem Endspiel gegen Wild bei 18:1 Siegen, und lässt man das letztjährige Gastspiel des Rasen-Masters-Turniers am Wasserpark Außen vor, dann ist Vukicevic bei diesem Turnier auf heimischem Rasen in der Baumgasse mit 16:0 Siegen überhaupt nicht ungeschlagen.

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Philipp Fedorczuk mit seinem bisherigen HTT-Karriere-Highlight und einem Sieg über die aktuelle Nummer 1 Damian Roman

Sein 33. HTT Karriere-Finale erreichte Vukicevic übrigens am Montag Abend in einer sehenswerten Nightsession am Centercourt von WAT Landstraße, wo er den Siegeslauf von Jungstar Philipp Fedorczuk mit einem 6:3, 7:5 Erfolg beendete. In diesem Match musste der 16jährige womöglich aber auch den Strapazen der letzten Tage Tribut zollen, in denen er am Ende sechs Matches in drei Tagen absolviert hatte. Mit einem brillanten Höhepunkt, nämlich seinem viertelfinalen Triumph über die aktuelle Nummer 1 und den Titelverteidiger des Rasen Masters Series 1000 Turniers Damian Roman. Nachdem das Generationen-Duell am Sonntag Abend um 22 Uhr beim Stand von 7:5, 3:4 aus Sicht des Jungstars abgebrochen werden musste, nützte der rumänische Vorjahressieger in der Fortsetzung am Dienstag Nachmittag zunächst einmal seine Routine aus, und holte sich mit einem sofort erzielten Break und ohne großen Aufwand den zweiten Satz mit 6:3. In der Entscheidung entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, in dem Fedorczuk am Ende mit 7:5 die Oberhand behielt, und dem entthronten Titelverteidiger in dessen 43. Saisonmatch die 11. Niederlage 2020 zufügte. Auf Jubiläums-Titel Nr. 25 heißt es damit weiter warten, und mit 820 verloren Ranglisten-Punkten wird auch der Vorsprung Romans in der am Dienstag Abend erscheinenden neuen HTT Computer-Rangliste weiter schmelzen. Kuriosum am Rande: Nach dem Abbruch am Sonntag Abend, fragte der Ranglisten-Erste seinen jugendlichen Gegner, ob der denn zum ersten Mal auf der HTT dabei wäre. Die Antwort: Natürlich nicht, denn Fedorczuk spielte an diesem Wochenende sein 15. HTT-Turnier, hat in seiner Debüt-Saison 2018 einen HTT Challenger gewonnen, 2019 das November-HTT-Turnier 250 für sich entschieden, und heuer bereits ein HTT-500er-Finale im Mai erreicht.

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Das erste Aufeinandertreffen von Roman & Fedorczuk im Mai 2016

Bekanntschaft hat Damian Roman mit seinem Bezwinger aber auch schon im Mai 2016 gemacht. Damals stemmte ein kleiner Knirps eine übergroße Trophäe in den Himmel über dem UTC La Ville, und feierte dabei seinen Finaltriumph bei den Juniors-HTT-French-Open. Die Siegerehrung für den kleinen Philipp übernahm damals schon der HTT Branchen-Primus, viereinhalb Jahre später begegnen sich der Ranglisten-Erste und der ehenalige HTT French Open Juniors Champion auf Augenhöhe. Und der Auftritt von Oberleitner-Schützling Philipp Fedorczuk ist auch deshalb so bemerkenswert, weil dem 16jährigen die Saison 2020 noch nicht sonderlich viel Glück gebracht hat. Im Mai verletzte er sich bei einem Meisterschaftsspiel schwer, war nach einem Außenbandriss am linken Bein mehrere Monate außer Gefecht gesetzt, und steht erst seit Anfang September wieder im Training. Umso gespannter dar man nach dem bewunderswerten Auftritt Fedorczuks beim Rasen Masters Series 1000 Turniers auf die HTT Wimbledon-Performance des 16jährigen am kommenden Wochenende sein!

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