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Roger Federer nach Sieg über Nadal: "Meine Kinder haben Happy Birthday gesungen"

Roger Federer hat sich mit seinem Viersatz-Sieg über Rafael Nadal in sein 12. Wimbledonfinale gespielt - zu emotional wollte er im Anschluss jedoch nicht werden. 

von Florian Goosmann aus Wimbledon
zuletzt bearbeitet: 13.07.2019, 07:03 Uhr

Roger Federer
© Getty Images
Roger Federer

"If you can meet with triumph and disaster - and treat those two impostors just the same."

Das Gedicht von Rudyard Kipling, es ist immer wieder Gegenstand in der Wimbledon-Berichterstattung; über dem Eingang zum Centre Court ist es mit diesen zwei Zeilen wiedergegeben. Wenn doch alles nur so einfach wäre.

Triumph und Desaster gleichermaßen behandeln, es ist die große Kunst im Leben - und im Tennis. Barbora Strycova erzählte am Donnerstag, dass sie diese Worte immer lese, wenn sie auf den Court komme, es aber so verdammt schwierig sei, sie umzusetzen. Aber: Je älter sie werde, um so näher komme sie dem. 

Roger Federer und Rafael Nadal haben den Centre Court schon etwas öfter besucht als die Tschechin, sie haben den Spruch mehr als verinnerlicht. Wenn man die beiden am Freitagabend in der Pressekonferenz erlebte - Nadal nur 20 Minuten nach dem Match, Federer rund eine Stunde später -, vermochte man, den Inhalt des Gesagten mal außen vor, tatsächlich nicht zwischen Gewinner und Verlierer zu unterscheiden.

Die Erfahrung? Das Alter? Oder eben Kiplings Worte? Es ist wohl eine Mischung aus allem. Oder auch ein Plan fürs Finale. Wie er sich denn von solch einem harten und emotionalen Match erhole, wenn schon in zwei Tagen ein weiteres dieser Art anstehe, wurde Federer gefragt. "Da kommt einem das Alter zugute", antwortete dieser völlig entspannt. "Ich weiß ja, dass es noch nicht vorbei ist. Es macht also keinen Sinn, jetzt feiern zu gehen oder zu emotional zu werden, zu glücklich darüber zu sein", erklärte der 37-Jährige - auch wenn er gerade extrem glücklich sei. Dank seiner Erfahrung könne er diese beiden Matches gut trennen; wäre es das Ende des Turniers, sähe die Sache anders aus. So aber heiße es: "Kopf nach unten und fokussiert bleiben."

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Federer vorm Djokovic-Match: "Sterne stehen gut" 

Zumal es gegen Djokovic ohnehin keine Geheimnisse gebe. Es komme auf die Tagesform an, die mentale Verfassung, darauf, wer mehr Energie habe und wer da sei, wenn es darauf zähle. Es gebe nun mal keine Unentschieden, und wie heute gezeigt habe: Wenn Nadal das Rebreak im vierten Satz geschafft hätte, "dann würden wir vielleicht jetzt noch spielen". 

Auch den freien Samstag wolle er entspannt angehen, es gehe da nur um Erholung und darum, ein paar Bälle zu schlagen. Und um die Taktik. "Das ist wie in der Schule: Am Tag der Klassenarbeit brauchst du nicht mehr unzählige Bücher zu lesen, da reicht die Zeit eh nicht. Die Arbeit muss vorher erledigt worden sein."

Und das hat Federer. "Es war ein sehr solides Jahr von mir. Ich habe Halle gewonnen, die Sterne stehen gut. So gesehen kann ich sehr zuversichtlich in das Match gehen."

Mailand oder Madrid, Hauptsache Federer 

Alles Roger also bei Federer and Friends? Es scheint so. Mit Mirka sei ohnehin alles recht entspannt, mit ihr spreche er eh nicht mehr viel über Tennis, da gebe es andere Dinge zu erledigen - "ich merke meist erst während des Matches, wie angespannt sie ist", erklärte er. Und die Kids: Seien nach dem Sieg einfach glücklich gewesen, wenn auch die genauen Gründe wohl etwas unklar waren. "Die haben Happy Birthday gesungen. Sie haben wohl irgendwie gedacht, ich hätte Geburtstag", sagte Federer und lachte. 

Geburtstage und gewonnene Matches, Trumph und Desaster, Federer und Nadal - die gesamte Wimbledon-Welt frei nach Kipling? Federer klärte auf: Nein, es sei schon klar gewesen, dass er gewonnen habe. "Aber es war wohl das einzige Happy-Lied, das sie kannten." 

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von Florian Goosmann aus Wimbledon

Samstag
13.07.2019, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.07.2019, 07:03 Uhr

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