Sanchez-Martinez und Kopp ziehen in Augsburg ins Semifinale ein

Bei erneut bestem Tenniswetter wurden am Donnerstag auf der Anlage des TC Augsburg die Viertelfinals im Einzel und im Doppel ausgetragen. Dabei konnten der Berliner Benito Sanchez-Martinez, der das ATP-Challenger-Turnier der Kategorie 50 in der Qualifikation in Angriff nahm, und der Tiroler Sandro Kopp mit souveränen Zweitsatz-Erfolgen ins Halbfinale vordringen.

von PM
zuletzt bearbeitet: 27.08.2026, 20:24 Uhr

Moritz Pajonk
© Moritz Pajonk
Mit seinem Einzug aus der Qualifikation heraus ins Halbfinale hält Benito Sanchez-Martinez die deutsche Fahne beim Challenger in Augsburg weiterhin hoch.

Qualifikant Sanchez-Martinez erweitert Traumlauf

Im ersten Match des Tages auf dem Centre Court sah sich Benito Sanchez-Martinez (ATP-Nr. 1244), der sich wie im Vorjahr aus der Qualifikation ins Viertelfinale spielen konnte, dem an Nr. 6 gesetzten Tschechen Hynek Barton (ATP-Nr. 271) gegenüber, der sich 2022 auf bayerischem Boden den Titel bei den Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften in Bamberg sichern konnte. Vom Start weg bestimmte der 24-jährige Sanchez-Martinez mit geradlinigen und präzisen Schlägen das Geschehen, musste aber seine ersten drei Break-Möglichkeiten verstreichen lassen. Im fünften Spiel aber packte der Berliner konsequent zu, ließ bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen und besiegelte mit einem Service-Winner den Gewinn des ersten Satzes.

Nach ausgeglichenem Beginn im zweiten Durchgang fiel dann die Vorentscheidung in der Satzmitte. Erst erspielte sich der 22-jährige Barton zwei Breakchancen, die sein Gegner aber abwehren und dadurch das Spiel noch ziehen konnte. Im Anschluss daran verschaffte sich Sanchez-Martinez drei laufende Möglichkeiten und konnte die zweite davon nutzen. Bei eigenem Aufschlag hielt sich der ehemalige College-Spieler weiter schadlos und fixierte bei seinem ersten Matchball den 6:4, 6:3-Erfolg nach 83 Minuten.

Im On-Court-Interview ließ der Vorjahres-Doppel-Champion verlauten: „Ich bin fast noch etwas sprachlos, hier bei meiner insgesamt sechsten Challenger-Teilnahme das Halbfinale erreicht zu haben. Aus meiner Sicht habe ich heute meine beste Leistung im Turnier gezeigt und hatte zudem etwas Glück, dass ich viele knappe Bälle getroffen habe.“

Masur unterliegt „Germanen-Schreck“ Mena

Seinem SCC Berlin-Teamkollegen Sanchez-Martinez wollte Daniel Masur (ATP-Nr. 392) zum direkten Duell ins Halbfinale folgen. Doch sein Gegner Facundo Mena (ATP-Nr. 345) konnte auf dem Weg ins Viertelfinale bereits die DTB-Spieler Max Rehberg aus München und den Berliner Kai Wehnelt ausschalten. Zum Start lieferten beide Spieler intensive Ballwechsel ab, konnten aber ihre ersten Aufschlagspiele sicher halten. Im weiteren Verlauf musste der 31-jährige Masur verstärkt um sein Service kämpfen, konnte aber zwei Break-Möglichkeiten seines 33-jährigen Gegners abwehren und in den Tiebreak einziehen. Doch Mena servierte weiterhin stark und konnte sich mit einem Endspurt in Form von vier in Folge gewonnener Punkte den ersten Durchgang sichern.

Im zweiten Satz konnte Mena sein hohes Level halten und war bei eigenem Service weiterhin unantastbar. Nachdem Masur sein erstes Aufschlagspiel noch halten konnte, diktierte sein Gegner die Partie nun komplett und sollte bis zum Ende kein Spiel mehr abgeben. Nur in seinem letzten Aufschlagspiel musste der Argentinier über Einstand gehen, ehe er bei seinem zweiten Matchball den 7:6 (3), 6:1-Erfolg besiegeln konnte.

Cretu revanchiert sich erfolgreich bei Möller

Auch in seiner dritten Partie des Turniers wurde Marvin Möller (ATP-Nr. 274) im Siebentischwald auf dem Centre Court im „Match of the Day“ angesetzt. Doch sein Gegner Cezar Cretu (ATP-Nr. 289), den er vor knapp zwei Wochen beim Finaleinzug bei seinem Heim-Challenger in Hamburg in der Auftaktrunde besiegen und damit den direkten Vergleich auf 1:1 stellen konnte, sann von Beginn an auf Revanche und konnte sich das erste Aufschlagspiel seines Gegners sichern. Obwohl der 27-jährige Möller mit dem direkten Re-Break kontern und sich anschließend zwei ungenutzte Break-Möglichkeiten erkämpfen konnte, musste er weiterhin aufgrund der druckvollen Schläge seines Gegenübers weite Wege gehen und beim Stand von 4:5 sein Aufschlagspiel zum Verlust des ersten Durchgangs erneut abgeben.

Im zweiten Satz versuchte Möller, die Bälle früher zu nehmen und dadurch mehr Druck auf seinen 25-jährigen Gegner aufzubauen. Doch aufgrund der dadurch etwas erhöhten Fehlerquote fing er sich einen frühen Aufschlagverlust ein und konnte den Rückstand gegen den weiterhin konsequent aufschlagenden Cretu nicht mehr wettmachen. Bei seinem ersten Matchball machte der an Position 5 geführte Cretu den Sack zum 6:4, 6:3-Erfolg nach 94 Minuten zu.

Kopp nimmt angeschlagenen TCA-Spieler Krumich raus

In der Runde der letzten Vier bekommt es Cretu mit Sandro Kopp (ATP-Nr. 292) zu tun. Der an Nr. 8 gesetzte Österreicher musste sich in seinem Viertelfinale gegen Martin Krumich (ATP-Nr. 262) auch erst die Gunst des Publikums erspielen, da sein tschechischer Gegner bereits seit drei Jahren im Bundesliga-Kader des TC Augsburg steht und im vergangenen Jahr einen maßgeblichen Anteil am Wiederaufstieg in die 1. Tennis Bundesliga hatte. Im ersten Satz fand der weiterhin körperlich angeschlagene Krumich jedoch nicht zu seinem Spiel und musste den ersten Durchgang glatt abgeben. Im zweiten Durchgang rappelte sich der 23-Jährige noch einmal auf und konnte seine Aufschlagspiele lange halten. Dennoch musste die Nr. 2 des Turniers sein Service im zehnten Spiel entscheidend abgeben und seinem 26-jährigen Gegner nach 81 Minuten zum 6:2, 6:4-Erfolg gratulieren.

Ausblick

Fortgesetzt werden die Schwaben Open  am Freitag ab 10:30 Uhr mit den Halbfinals im Einzel und Doppel. Dabei eröffnet der Berliner Qualifikant Benito-Sanchez Martinez das Tagesprogramm auf dem Centre Court gegen den Argentinier Facundo Mena, der im Turnierverlauf drei deutsche Spieler in Folge ausschalten konnte. Informationen zum Erwerb der Einzel-Tickets ab 7,50 Euro und der Dauerkarte ab 60 Euro finden sich auf der offiziellen Turnier-Website schwabenopen.de, Resttickets sind an der Tageskasse erhältlich. Für weitere Infos folgen sie auch den Social-Media-Kanälen auf Instagram und Facebook.

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27.08.2026, 20:28 Uhr
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