Sofia Kenin: Trotz Niederlage auf dem richtigen Weg

Sofia Kenin schied beim WTA-500-Turnier in Adelaide im Viertelfinale aus. Dennoch darf die US-Amerikanerin mit ihren ersten Matches seit Wimbledon durchaus zufrieden sein.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 08.01.2022, 19:54 Uhr

Sofia Kenin erreichte in Adelaide das Viertelfinale
© Getty Images
Sofia Kenin erreichte in Adelaide das Viertelfinale

Sofia Kenin und Australien. Da war doch was? Richtig! Vor rund zwei Jahren gewann die US-Amerikanerin völlig überraschend die Australian Open und holte sich somit zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Grand-Slam-Titel. Im selben Jahr erreichte Kenin auch noch das Finale der French Open, in dem sie Iga Swiatek letztlich klar mit 4:6 und 1:6 unterlag.

War das Jahr 2020 für die mittlerweile 23-Jährige also trotz der Corona-Pandemie noch ein zauberhaftes, so wurde sie in der Vorsaison schnell auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. In Melbourne war Kenin dem Druck der Titelverteidigung überhaupt nicht gewachsen, nach ihrer Zweitrundenpleite gegen Kaia Kanepi brach sie bei der anschließenden Pressekonferenz in Tränen aus.

Fuß und Corona machen Probleme

Nachhaltig besser sollte die Saison für Kenin aber auch nach dem Australien-Trip nicht werden: Aufgrund einer Fußverletzung und einer Corona-Infektion konnte sie nach dem Major-Event in Wimbledon kein Turnier mehr bestreiten. Nun ist Kenin aber zurück auf dem Matchcourt - und das ausgerechnet auf jenem Kontinent, wo sie ihren bislang größten Triumph bejubeln durfte.

In Adelaide war der US-Amerikanerin allerdings kein weiterer Turniersieg vergönnt, im Viertelfinale war gegen die Weltranglistenerste Ashleigh Barty nach einer 3:6 und 4:6-Niederlage Schluss. Und dennoch zeigte Kenin bei ihrem Comeback-Turnier sowohl spielerisch als auch kämpferisch vielverpsrechende Ansätze: In der zweiten Runde wehrte sie gegen Ajla Tomljanovic sogar drei Matchbälle ab.

Kenin mit Vorbereitung zufrieden

Etwas Zeit, das hatte Kenin gegenüber der WTA schon vor Turnierbeginn gesagt, werde sie allerdings noch benötigen: "Ich denke, meine Vorbereitung war gut. Im Moment werde ich einfach jeden Moment genießen. Ich habe schon lange nicht mehr gespielt, also lastet kein Druck auf mir. Aber ich will gut abschneiden und ich will gewinnen. Es ist also nicht so, dass ich auf den Platz gehe und mir keine Gedanken mache."

Schließlich sei sie noch immer das "kämpferische Kind, das es hasst, zu verlieren". Die Ziele für die aktuelle Saison seien daher trotz der langen Auszeit ambitioniert: "Natürlich würde ich gerne Slams oder einen Slam gewinnen (...). Ich will nicht wie eine verwöhnte kleine Göre klingen, aber das wäre natürlich toll."

Hier das Einzel-Tableau in Adelaide

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