Soonwoo Kwon grüßt mit Challenger-Titel vom Militärdienst
Während seines 18-monatigen Militärdienstes in Südkorea, der ihn von der globalen Teilnahme an der Profi-Tour abhält, setzt der ehemalige Weltranglisten-52. Soonwoo Kwon mit dem Titelgewinn beim Challenger-Turnier in Vietnam ein sportliches Grußzeichen.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
26.01.2026, 15:36 Uhr

An sportlichen Rückschlägen mangelt es dem südkoreanischen Tennisprofi Soonwoo Kwon wahrlich nicht. Als zweifacher ATP-Titelträger und ehemaliger Nr. 52 der Welt fiel der 28-Jährige aufgrund von Verletzungen zum Ende der Saison 2024 bis auf Rang 350 zurück. Zudem wurden ihm auch aus persönlichen Gründen Steine in den Weg gelegt, um wieder an seine sportlich erfolgreichsten Zeiten anknüpfen zu können. So musste er ab Beginn der Saison 2025 seinen 18-monatigen Wehrdienst in der Heimat antreten, der ihm mit einem Triumph bei den Asienspielen 2023 erspart geblieben wäre. Eine Schulterverletzung nahm ihm damals jedoch die sportliche Konkurrenzfähigkeit.
Und so tauchte der Name von Kwon seit Beginn der letzten Spielzeit nur sporadisch in den Draws von zwei Challenger-Turnieren in seinem Heimatland oder einzelnen Turnieren der ITF World Tennis Tour auf, die in benachbarten asiatischen Ländern stattfanden. Zudem war er als Soldat natürlich auch für die Einsätze seines Landes im Davis-Cup gefragt.
In der vergangenen Woche sollte Kwon nun das Comeback auf Challenger-Ebene außerhalb seines Landes feiern dürfen, und war bis zum Ende nicht zu stoppen. Beim Challenger-Turnier der Kategorie 50 in Vietnam musste er aufgrund seines Rankings in der Qualifikation ran und spielte sich mit sieben erfolgreichen Matches zum Titel in Phan Thiet. Mit den 50 Punkten für den Sieger klettert er um knapp 150 Ränge zurück in die Top 350 der Weltrangliste. Bei soviel Durchhaltevermögen sollte seine Ankündigung, dass er nach dem Wehrdienst noch 10 erfolgreiche Jahre auf der Tour bestreiten möchte, auf jeden Fall ernst nehmen.
