Startschuss zum Wintertraining
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
15.11.2011, 13:47 Uhr
Alle Jahre wieder, wenn nebeliges Novemberwetter selbst die hartnäckigen Freiluft-Apostel in die geheizten Tennishallen treibt, stehen Hobby- und Leistungstennisspieler vor demselben Dilemma: Wie konserviere ich die über die Sommermonate hart erarbeitet gute Form über die Wintermonate hinweg?
Erschwerend kommt dazu: Sobald die Außentemperaturen sinken, steigen die Fixkosten für das heißgeliebte Hobby rapide an. Aber man muss nicht ausschließlich in die Halle gehen, um an seinem Tennis zu arbeiten!
Mögliche Schwerpunkte des Wintertrainings:
· Regeneration:siehe Artikel.
· Ausgleich und Funktionsgymnastik. Dieses beinhaltet einen gezielten Dehnungsteil und kräftigende Übungen, um Dysbalancen auszugleichen. Ziel ist es, Koordination, Körpergefühl, Gewandtheit und Konzentration zu verbessern. Die während der Sommersaison entstandenen Muskelungleichgewichte wiederherstellen bzw. verbessern. Die Basis dazu ist ein vom Fachmann durchgeführter Muskelfunktionstest!
· Verbesserung der allgemeinen Fitness als Basis für die sportartspezifischen Belastungen (siehe Artikel).
· Verbesserung des Aufwärmprogramms - trotz erschwerter räumlicher Bedingungen in den Tennishallen! (Siehe Artikel.)
· Training der Grundlagenausdauer (siehe Artikel.)
· Ausgleichssportarten: Oberstes Ziel ist es, eine veränderte (sprich: anders als die tennistypische) Belastung der Muskulatur. Andere Sportarten wie Baskettball, Fußball, Volleyball oder Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Eislaufen, Skaten usw. können zu wertvollen Energiequellen für die nächste Tennissaison werden!
· Mentales Training (Unterstützung vom Profi),
· Verbesserung der Technischen Fähigkeiten (mit Trainer).
Wie man sieht, kann auch das Wintertraining vielseitig gestaltet werden. Und: Je vielseitiger, desto besser ist es für ein harmonisches sowie ausgeglichenes Training für Körper UND Geist.
Spezielle Tipps für die Hallensaison:
1. Veränderung der Tennisplatzbeläge gegenüber den Sandplätzen: Veränderte Ballgeschwindigkeiten und Absprungverhalten können zu koordinativen Fehlverhalten führen. Man trifft z.b den Ball zu spät oder nicht genau. Lassen Sie sich Zeit, um den Körper, die Augen und die Konzentration auf die neuen Bedingungen anzupassen! Werden Sie nicht ungeduldig! Die Genauigkeit geht der Ballgeschwindigkeit vor.
2. Variation der Tennisplatzbelege führt zur komplexen Anpassungsreaktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates. Achten Sie auf leiseste Anzeichen etwaiger Überlastungssyndrome – wie z.B.: Kniescheibenrand-Entzündungen, Achillessehenüberlastungen, Muskelverletzungen Oberschenkel oder Wade!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die Wintersaison!
Ihr
Reinhard Komosny
(TSM)
