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Steinbichl als großer Abräumer des Wochenendes

Elias Steinbichl hat erstmals in seiner noch jungen HTT Karriere ein Turnier auf 500er-Ebene gewonne...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 22.09.2021, 01:18 Uhr

Elias Steinbichl hat erstmals in seiner noch jungen HTT Karriere ein Turnier auf 500er-Ebene gewonnen, und dabei einen ganz speziellen Titel errungen. Der unter schwedischer Flagge spielende Jungstar triumphierte am Dienstag Nachmittag bei der 28. Auflage des September HTT 500 Turniers, und damit bei jenem Turnier, das als fünfhundertstes jemals im UTC La Ville ausgetragenes HTT Turnier in die Geschichtsbücher eingehen wird. Steinbichl behielt im Endspiel des 47. HTT Saisonturniers gegen Alexander Rieger in einer Stunde und 33 Minuten mit 6:4, 6:1 die Oberhand, und feierte nach seinem sonntägigen Sieg beim HTT Laver Cup den zweiten großen Erfolg binnen 48 Stunden. Ein Bericht von C.L

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Rieger gibt Endspiel mit einem katastrophalen Finish aus der Hand

Am Ende eines eineinhalb Sätze lang völlig ausgeglichenen Matches, ging Schwedens Jungstar Elias Steinbichl auch statistisch belegt als klarer und verdienter Sieger des 28. September HTT 500 Finales vom Platz. 71:51 Punkte spuckte die Statistik zum Endspiel des 933. HTT-Sandplatz-Turniers der Open Ära für den schwedischen Teenager aus. Diese krasse Differenz an gewonnenen Punkten entstand auch, weil Alex Rieger in der zur HTT Laver Cup Revanche hochstilisierten Final-Begegnung ein Finish der katastrophalsten Art auf dem “Lance Lumsden” hinlegte. Von den letzten 21 ausgespielten Ballwechseln des finalen Matches beim September HTT 500 Turnier konnte Rieger gerade einmal zwei mickrige Pünktchen erobern, während Steinbichl mit 19 siegreich gestalteten Ballwechseln, zwei zu Null gewonnenen Games und einmal sogar 13 gewonnenen Punkten in Serie, einen formidablen Schlußspurt seines ingesamt fünften HTT Karriere-Finales bejubeln durfte.

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Rieger nach zwei Marathon-Partien mit schweren Beinen

Dem rasanten und unwürdigen Ende eines eigentlich attraktiven 28igsten September HTT 500 Finales war ein spannender, ausgeglichener und spielerisch durchaus sehenswerter erster Satz vorangegangen. Dem nervösen Start der beiden Finalisten mit Break & Re-Break folgte ein offener Schlagabtausch, der im berühmt berüchtigten siebenten Game seine Entscheidung finden sollte. 12 Minuten dauerte dieses ominöse Aufschlagspiel Riegers, in dem der 20jährige 5 Spielbälle zur 4:3 Führung versemmelte, drei Break-Chancen seines Gegenübers erfolgreich abwehrte, ehe er sich mit seinem zweiten Doppelfehler selbst auf die Verliererstraße hievte. Sein 13. Karriere-Finale lief fortan in die falsche Richtung, auch weil Rieger oftmals in den entscheidenden Phasen vieler Games einen seiner letztlich insgesamt 52 unerzwungenen Fehler einstreute. Vielleicht wurden dem 8fachen HTT-Turniersieger aber auch seine beiden kräfteraubenden Auftritte in den Runden zuvor zum Verhängnis. Im Viertelfinale hatte er gegen Russlands Power-Lady Mariam Karadzhaeva seine liebe Mühe und zwei Matchbälle abzuwehren, ehe mit 4:6, 7:5, 6:1 die Vorschluss-Runde erreicht war. Dort setzte es für den WAT Meidling-Star den nächsten Dreisatz-Marathon gegen den topgereihten Niederösterreicher Florian Scheibenbauer. Der bearbeitete Rieger bei dessen 6:4, 4:6, 6:4 Erfolg im Stile von Hugo Gaston mit einer Stoppball-Orgie, die möglicher Weise beim Final-Verlierer am nächsten Tag für schwere Beine sorgte.

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Steinbichl mit den zwei größten Erfolgen seiner Karriere binnen 48 Stunden

“Ich hab das gestrige Semifinale gegen Scheibenbauer vorallem im zweiten Satz empfindlich gespürt. Da konnte ich dann auch vom Kopf her nicht mehr zusetzen”, so der 20jähriige, der am zweiten HTT-500-Karriere-Titel letztlich doch deutlich vorbei schrammte. Auf der anderen Seite bejubelte Elias Steinbichl zwei der erfolgreichsten Tage seiner bisherigen HTT Laufbahn. Am Sonntag gemeinsam mit seinen internationalen Kollegen erstmals den HTT Laver Cup für Team World geholt, avancierte der 18jährige keine 48 Stunden später beim 377. HTT 500 Turnier der Open Era zum Nachfolger von US-Boy Lenny Wilmink als September HTT 500 Champion. Mit den 500 Punkten für die HTT Computer-Rangliste schob sich der Dreikronen-Bomber als Nr. 12 wieder nahe heran an die Top Ten, von deren erstmaligem Einzug Steinbichl nur mehr 155 Punkte getrennt ist. Im Race to La Ville, der Jahreswertung 2021, fehlen dem Jungstar aus Schweden gar nur mehr 140 Zähler auf die Top 8. “Ich freue mich riesig über die beiden vergangenen so erfolgreichen Tage”, äußerte sich Steinbichl kurz und knapp. Übrigens holte der frischgebackene HTT Laver Cup Sieger mit dem Erfolg beim 28. September HTT 500 Turnier den 230. HTT Titel eines internationalen Spielers in der 31jährigen HTT Geschichte.

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