Der verbesserte Aufschlag von Djokovic

Der Serbe ist nach der Umstellung seines Aufschlags so richtig durchgestartet. Wir präsentieren die Unterschiede.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.12.2012, 12:37 Uhr

Viel wurde seit dem Aufstieg Novak Djokovic’ zum Weltranglisten-Ersten in den Medien über seinen verbesserten Aufschlag geschrieben. Doch worin bestanden seine Probleme konkret und welche Anpassungen hat er vorgenommen? Die Antworten auf diese Fragen fielen meist vage aus. Ein Blick zurück: Als Djokovic sich im April 2010 von Schwung-Guru Todd Martin trennte, hatte der Serbe das Vertrauen in sein Service fast vollständig eingebüßt. „Ich habe die Balance in meinem Aufschlag verloren, der Rhythmus ist weg“, klagte er nach seiner Halbfinal-Pleite gegen Fernando Verdasco in Monte Carlo.

Die Zusammenarbeit mit dem US-Amerikaner trug nicht die Früchte, die sich beide Seiten erhofften. In einem Interview mit Patrick McEnroe gestand Djokovic 2011 sogar ein, durch Martins Schwungumstellung Schulterprobleme bekommen zu haben. „Ich habe im Training gespürt, dass ich mich unwohl fühle beim Aufschlag, und dann habe ich versucht, dies über andere Muskeln zu kompensieren.“ Schließlich habe er zu seiner alten Bewegung zurückgefunden, sagte Djokovic damals. Das folgende Video zeigt, welche Dinge in der Saison 2009 sowie weite Strecken der Saison 2010 im Argen lagen. Und es macht deutlich, welche Änderungen nötig waren, um dem Schwung Rhythmus und Gleichgewicht wiederzugeben.

Die verbesserte Trophy-Position mit dem gebeugten Ellenbogen wirkt schonender auf seine Schulter und ermöglicht eine effizientere Bewegung des Rackets hinter dem Rücken. Durch die veränderte Beinarbeit gelangt er schneller wieder in eine gute Position für den ersten Grundschlag. Entscheidend aber ist, dass er das Vertrauen in seinen Aufschlag wiedergefunden hat. Nichts ist verheerender, als in wichtigen Momenten über ungelöste technische Probleme grübeln zu müssen. Seine Erfolge in den letzten beiden Jahren wären deshalb ohne diesen Verbesserungsprozess kaum möglich gewesen.(Text: Stefan Leyh; Foto: GEPA Pictures)

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17.12.2012, 12:37 Uhr