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Tennis-Panel: Darum gewinnt Angelique Kerber auch 2019 in Wimbledon

Das dritte Major des Tennisjahres 2019 steht an. Und wir haben uns in der großen deutschsprachigen Journalisten-Runde umgehört, was denn von der diesjährigen Ausgabe von Wimbledon zu erwarten ist.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 02.07.2019, 06:09 Uhr

Kann Angelique Kerber in Wimbledon noch einmal zuschlagen?
© Jürgen Hasenkopf
Kann Angelique Kerber in Wimbledon noch einmal zuschlagen?

Mit ihren Auftritten in Eastbourne hat sich Angelique Kerber wieder in die vorderste Reihe der Titelanwärterinnen in Wimbledon gespielt. Auch wenn der Weg dorthin für die deutsche Nummer eins einigermaßen schwierig ausfallen dürfte. Kerber eröffnet heute um 14 Uhr auf dem Centre Court die Jagd auf ihren insgesamt vierten Grand-Slam-Titel (live auf Sky und in unserem Live-Ticker). Die meisten unserer befragten Panel-Teilnehmer sind jedenfalls optimistisch.

Also: warum gewinnt Angelique Kerber auch 2019 den Titel in Wimbledon?

Florian Goosmann (tennisnet): Weil sie flach spielt. Und man damit auf Rasen hoch gewinnt.

Florian Regelmann (spox.com): Als ich einige ihrer Matches in Mallorca gesehen habe, war ich fast schockiert, wie gut sie gespielt hat. Das war plötzlich wieder Rasen-Angie at her best. Aber ich glaube trotzdem nicht an eine Titelverteidigung, ihr Viertel im Draw ist die Rasen-Hölle, da kommt sie nicht durch.   

Marcel Meinert (Sky): Weil ihre Form stimmt und gerade die Erfahrung der zwei bisher bestrittenen Wimbledon-Finals kann ein entscheidender Faktor sein. Außerdem wäre sie in einem möglichen Achtelfinale gegen Serena Williams keine krasse Außenseiterin mehr. Dennoch: Die Auslosung ist verdammt kompliziert. Aber im Damentennis ist momentan wirklich alles denkbar. Gerade deshalb sollte man auch den Druck auf Angie Kerber nicht überhöhen. Eine Titelverteidigung hätte eine weitere historische Dimension.

Jörg Allmeroth (tennisnet): Weil sie eine der besten Rasenspielerinnen der Gegenwart ist. Und in Wimbledon das wirklich gute Selbstgefühl hat.

Oliver Faßnacht (Eurosport/DAZN): Sie hat Lust auf diesen kompletten Weg der Titelverteidigung, die körperliche Verfassung stimmt, ihre Form ist überzeugend, sie fühlt sich auf Rasen wohl, bewegt sich intuitiv sicher, spielt fast immer den richtigen Ball, variantenreich, dominant, überzeugte auf Mallorca und in Eastbourne mit einer sehr offensiv-aggressiven Vorhand … und: sie glaubt daran, Wimbledon wieder gewinnen zu können. Allerdings: es hätte spätestens ab Runde 3 kaum brutaler kommen können!

Alexander Antonitsch (Servus TV): Angie fühlt sich auf Rasen pudelwohl und hat sich das notwendige Selbstvertrauen bei den Turnieren im Vorfeld geholt.

Markus Theil (Eurosport): Sie traut es sich nach Mallorca wieder zu. Jeder weiß doch, wie es sich anfühlt, nach erfolgreichen Tagen in Mallorca ins eigene Wohnzimmer zurückzukehren.

Stefan Hempel (Sky): Nein.

Doris Henkel (FAZ): Weil sie es kann. Einschränkung: Falls sie in der ersten Woche nicht vergisst, dass sie es kann…

Lukas Zahrer (tennisnet): Weil sie sich auf Rasen so wohl fühlt wie Nick Kyrgios auf Social Media. Die vergangenen Wochen verbrachte sie unter dem Radar, aufgrund der glücklosen Sandplatz-Saison hat sie trotz ihrem Vorjahres-Titel ein bisschen weniger Druck. Was Kerber auf Mallorca und in Eastbourne gezeigt hat, ist beeindruckend. Wenn sich eine aus diesem toughen Viertel herausspielen kann, dann ist es Angie.

Andrej Antic (tennisMAGAZIN): Wird sie leider nicht, weil noch mehr starke Konkurrenz da ist, auch ohne Serena, die auch nicht gewinnen wird.

Birgit Nössing (Eurosport): Bei den Damen gibt es zurzeit keine Non-Plus-Ultra-Spielerin und Angie in entscheidenden Momenten über sich hinauswachsen kann.

Paul Häuser (Sky): Leider nein. Ashleigh Barty ist aktuell zu stark und holt sich das Double aus French Open und Wimbledon.

Sebastian Kayser (BILD): Es wäre eine mittlere Sensation, wenn sie das schaffen würde. Ich bin aber optimistischer als vor zwei Wochen. Sie ist gut drauf, spielt echt gutes Rasen-Tennis in den letzten zwei Wochen und teilt ihre Kräfte hoffentlich gut ein.

Jens Huiber (sportradio360): Kerber hat in Eastbourne wieder so unangenehm gespielt, dass niemand gegen sie antreten mag. Das muss reichen. Trotz der schwierigen Auslosung.

Nikolaus Fink (tennisnet): Weil sie sich in Wimbledon enorm wohlfühlt und in Eastbourne hervorragend spielt. Zudem will sie nach der verkorksten Sandplatzsaison im Südwesten Londons beweisen, wie gut sie Tennis spielen kann.

Moritz Lang (Sky): Weil sie die Wohlfühloasen braucht, um zu Höchstleistungen zu kommen. Wimbledon ist genauso ein Wohnzimmer - seit vergangenem Jahr mehr denn je. Das spricht für Kerber. In Summe glaube ich leider, dass sie es nicht packen wird.

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