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Djokovic, Murray, Pliskova - unsere Favoriten

Einigkeit herrscht nicht in der tennisnet-Redaktion - vor allem bei den Damen ist allerdings ein ganz klarer Trend zu erkennen. In Richtung der US-Open-Finalistin.

von Redaktion
zuletzt bearbeitet: 15.01.2017, 12:25 Uhr

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Karolina Pliskova kommt in starker Form nach Melbourne

Wie vor jedem Grand-Slam-Turnier hat die tennisnet-Redaktion auch vor den Australian Open 2017 den traditionellen Tipp-Pool aufgemacht. Es geht um die Ehre. Also um alles. Die Nominierten auf der Damen-Seite:

Jörg Allmeroth:

Karolina Pliskova. Sie gewinnt und gibt eine Vorahnung für das Jahr, das sie vielleicht sogar an der Spitze beenden könnte.

Christian Albrecht Barschel:

Serena Williams. Bei ihr gilt das gleiche wie bei Djokovic. Sie fühlt sich in Melbourne ebenfalls pudelwohl, da sie in Australien mit größtmöglichem Respekt behandelt wird - was nicht überall der Fall ist. Die frühe Niederlage in Auckland sollte man nicht überwerten. Gefahr sehe ich bei Serena eher in den früheren Runden. Ist sie erst einmal warm gelaufen, wird sie nicht zu stoppen sein und zur alleinigen Grand-Slam-Rekordhalterin in der "Open Era" aufsteigen.

Stefan Bergmann:

Karolina Pliskova. Alle und niemand habe ich beim diesjährigen Australian-Open-Damenwettkampf auf meinem Zettel. Wie auch schon bei der Frage zur Nummer-Eins-Position am Ende des Jahres gebe ich meine Planlosigkeit, was derzeitige Favoritinnen im Frauentennis betrifft, unumwunden zu. Nimmt man aus der - uncharmant ausgedrückt - amorphen Masse der WTA-Tour-Spielerinnen einen aktuellen kleinen Diamantenschimmer wahr, strahlt dieser wohl von Karolina Pliskova aus. Die Tschechin mit dem schnörkellosen, geradlinigen Spiel könnte die Gunst der ungewissen Stunde nutzen. Sollte sich Angelique Kerber richtig ins Turniergeschehen "eingrooven", ist ohne weiteres eine Titelverteidigung möglich. Serena Williams traue ich, wenn überhaupt, erst später im Jahr den großen Wurf zu.

Florian Goosmann:

Karolina Pliskova. 2017 wird das Jahr der Tschechin! Pliskova war bis zu den US Open im Vorjahr noch nie über Einzel-Runde drei bei den Majors hinausgekommen, in New York ging es bekanntermaßen ins Finale. Letzte Woche in Brisbane hat Pliskova nur einmal ihren Aufschlag abgegeben - stark! Trifft sie, kann sie kaum jemand stoppen, auch nicht Angelique Kerber und Serena Williams. Tricky allerdings ihr Draw. Pliskova liebt es, Tempo zu bekommen, das sie erhöhen kann; sie tut sich schwer gegen Spielerinnen mit feiner Klinge - und die könnte sie bekommen: In Runde zwei droht Monica Niculescu (Bilanz aus Pliskovas Sicht: 1:2), im Viertelfinale Agnieszka Radwanska (Bilanz 0:7, Pliskova hat gegen sie bislang keinen Satz gewonnen!). Hier muss die Tschechin auf Schützenhilfe hoffen.

Jens Huiber:

Garbine Muguruza. Kann natürlich auch in der ersten Runde rausfliegen, aber wenn sie mag, und wenn es bei ihr läuft, dann kann sie so gut spielen wie die Allerbesten. Besser. Und auch das Viertelfinale gegen Kerber gewinnen.

Manuel Wachta:

Karolina Pliskova. Nicht allzu viel dürfte sich beim Kreis der Titelanwärterinnen bei den Grand Slams gegenüber dem Vorjahr geändert haben. Einzig, dass nun auch Karolina Pliskova zu diesem zu zählen ist - was sie spätestens mit ihrem Finaleinzug bei den US Open bewiesen hat, nachdem sie zuvor niemals über eine dritte Runde hinausgekommen war. Die Tschechin könnte mit ihren flachen und schnellen Schlägen 2017 zur dritten großen Kraft im Damentennis aufsteigen, freilich mit zu erwartendem Respektabstand auf Angelique Kerber und Serena Williams. Dies sollte einen Coup in Melbourne allerdings nicht ausschließen. Ich gehe davon aus, dass sich dieses Trio in diesem Jahr den Sieg in Down Under ausmacht. Die schwerste Hürde hat zum Auftakt gewiss Williams - wenn sich der erschreckende Anblick des großen Zehennagels von Belinda Bencic wieder gebessert haben sollte.

Björn Walter:

Karolina Pliskova. Bei den US Open war sie bereits dicht dran, in Melbourne wird die Tschechin ihren ersten Grand-Slam-Titel gewinnen. Pliskova muss keine Gegnerin fürchten, ihr geradliniges Powertennis ist auf dem Hartplatz besonders effektiv. Der Turniersieg in Brisbane war ein beeindruckendes Zeichen an die Konkurrenz. Die Absage in Sydney (wegen Oberschenkelproblemen) deute ich eher als Schonungsmaßnahme, um bei den Australian Open ausgeruht antreten zu können. Angelique Kerber traue ich die Titelverteidigung nicht zu. Weniger wegen ihres holprigen Saisonstarts - es fehlt die nötige Lockerheit, der Erwartungsdruck lähmt. Serena Williams darf natürlich nie abgeschrieben werden. Dennoch: Der siebte Streich gelingt der US-Amerikanerin nicht, zu viele Fragezeichen stehen hinter ihrer Form.

Und hier die Kandidaten aus dem Herren-Tableau:

Jörg Allmeroth:

Der wiedererstarkte Novak Djokovic siegt. Im Endspiel gegen Andy Murray. Erwartbar, naheliegend.

Christian Albrecht Barschel:

Novak Djokovic. Der fühlt sich in Melbourne pudelwohl. Und das wird auch in diesem Jahr der Fall sein. Djokovic hat bereits von 2011 bis 2013 das Triple bei den Australian Open geschafft, und er wird es noch einmal tun. Den "Djoker" über Best-of-five zu bezwingen, ist eine gewaltige Aufgabe, zu der nur die wenigsten imstande sind. Zuzutrauen wäre das Andy Murray, aber dieses Duell wird es nur im Finale geben. Djokovic hat bereits viermal gegen Murray im Australian-Open-Finale gewonnen, und er würde es auch ein fünftes Mal tun.

Stefan Bergmann:

Andy Murray: Nur knapp musste sich "Sir Andy" Novak Djokovic beim hochdotierten ATP-Event in Doha geschlagen geben - möglicherweise eine wahre Tennis-Gaumenfreude, die uns dieses Jahr noch in Form heißer Duelle zwischen den zwei derzeit weltbesten Akteuren bevorstehen könnte. Ich sehe auch genau diese beiden großen Sportler im Endspiel der Australian Open 2017 aufeinandertreffen. Und über drei gewonnene Sätze glaube ich an Murrays Kämpferqualitäten und den Rückenwind des ATP-Ranking-Throns. Alexander Zverev und Dominic Thiem schaffen bei guter Auslosung den Einzug in die zweite Turnierwoche. Viel mehr, denke ich, ist für den Deutschen und den Österreicher diesmal aber nicht drinnen. Roger Federer baut seine Formkurve erst gemächlich auf, Stan Wawrinka muss man als Geheimtipp - besonders in Melbourne - sowieso immer auf der Rechnung haben.

Florian Goosmann:

Novak Djokovic. Er hat Matchbälle abgewehrt - und gewonnen. Er hat Matchbälle vergeben - und gewonnen. Klingt nach einem bekannten Muster? Genau: In Doha hat der "Djoker" genau dort weitergemacht, wo er nach Paris 2016 aufgehört hat. Und sich die Packung Selbstvertrauen abgeholt, die er für einen Australian-Open-Sieg braucht.

Jens Huiber:

Stan Wawrinka. Kann natürlich auch in der ersten Runde rausfliegen, aber ... siehe Frau Muguruza. Wenn Stan das Halbfinale riecht, dann wird er zufassen. Außer es wartet dort der Maestro. Fast ausgeschlossen. Wäre aber traumhaft.

Manuel Wachta:

Andy Murray. Die Australian Open haben in der Vergangenheit immer wieder Überraschungsfinalisten, ganz besonders im ersten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends, hervorgebracht - nach 2008 dann aber kaum noch. Wenig spricht dafür, dass es 2017 wieder einen solchen geben könnte. Und wenig dagegen, dass die beinahe erdrückende Dominanz von Andy Murray und Novak Djokovic aus dem Vorjahr eine Fortsetzung findet. Am ehesten die Tatsache, dass Djokovic sofort in Runde eins mit Fernando Verdasco, der kürzlich den Sieg über den "Djoker" in Doha verspielte, eine extrem schwierige Aufgabe bevorstehen könnte. Ein Wörtchen um den Titel mitreden könnte, so er in Form ist, am ehesten noch Stan Wawrinka, der Champion von 2014. Nie ausschließen darf man Roger Federer aus dem Kreis der Anwärter. Wobei dem "Maestro" wohl Matchhärte abgehen dürfte - auf sein Comeback kann man auf jeden Fall gespannt sein. Und auch darauf, ob Rafael Nadal in der neuen Saison wieder einen Schritt nach vorne machen kann oder nicht.

Björn Walter:

Andy Murray. Die Finalniederlage in Doha ist kein Beinbruch. Murray ist reif für die Australian-Open-Krone. Viermal stand er Novak Djokovic im Endspiel gegenüber, jedes Mal gewann der Serbe in Melbourne. Das ändert sich 2017: Der Weltranglisten-Erste ist körperlich und mental in Topform, glaubt an den Sieg und wird diesmal zuschlagen. Djokovic zeigte sich zuletzt zwar deutlich verbessert, die Dominanz der vergangenen Jahre ist dennoch verschwunden. Sollten beide stolpern, stehen Milos Raonic, Stan Wawrinka oder Rafael Nadal bereit - wobei ich dem Kanadier aus diesem Trio am ehesten den Titel zutraue. Gespannt bin ich auf den Auftritt von Roger Federer, der immer zu besonderen Leistungen fähig ist. Nach der langen Zwangspause dürfte jedoch die Substanz für zwei kraftraubende Turnierwochen fehlen.

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15.01.2017, 12:25 Uhr