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Überraschung in Paris: Kim Clijsters kehrt auf die Tour zurück

Vier Grand-Slam-Titel, acht Grand-Slam-Finale und eine Karriere für die Geschichtsbücher: Kim Clijsters gehört zu den größten Spielerinnen ihrer Generation. Nun hat die Belgierin überraschend eine Coaching-Karriere begonnen.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 27.05.2026, 10:57 Uhr

Kim Clijsters
© Getty Images
Kim Clijsters

Als Katie Volynets ihre Auftaktpartie gegen die Französin Clara Burel souverän mit 6:3, 6:1 gewann, richteten sich viele Blicke nicht nur auf den Court. In ihrer Box saß mit Kim Clijsters eine prominente Beobachterin.

Nach dem Match bestätigte die US-Amerikanerin, dass die Zusammenarbeit bereits seit Monaten vorbereitet worden sei. Demnach hatte man schon im vergangenen Herbst erste Gespräche geführt. Für Volynets, aktuell die Nummer 108 der Welt, ist die Unterstützung einer vierfachen Grand-Slam-Siegerin ein bedeutender Schritt in ihrer noch jungen Karriere.

Warum die Rückkehr alle überraschte

Clijsters hatte ihre aktive Karriere nach mehreren Comebacks 2022 endgültig beendet. Zwar blieb sie dem Tennis als Podcasterin und Expertin verbunden, konkrete Trainerrollen lehnte sie jedoch regelmäßig ab. Dabei war das Interesse durchaus groß. Die Belgierin selbst hatte mehrfach eingeräumt, Anfragen von prominenten Spielerinnen erhalten zu haben. Umso bemerkenswerter ist ihre Entscheidung, ausgerechnet bei einer Spielerin außerhalb der Top 100 einzusteigen. Offenbar sieht Clijsters in Volynets ein Projekt, das sie reizt.

Lernen von einer ganz Großen

Für Volynets geht es dabei nicht nur um Prestige. Clijsters erreichte in ihrer Karriere acht Grand-Slam-Finals, gewann vier Major-Titel und gehörte über Jahre zur absoluten Weltspitze (dreimal beendete sie das Jahr als Nummer eins). Diese Erfahrung lässt sich kaum simulieren. Die Amerikanerin verriet nach ihrem Sieg, dass sie während der Vorbereitung sogar versucht habe, bestimmte Spielmuster ihrer neuen Mentorin nachzuahmen. 

Frauen als Coaches

Clijsters reiht sich damit in eine Gruppe ehemaliger Spitzenspielerinnen ein, die auf der Tour inzwischen auch als Trainerinnen erfolgreich arbeiten. Namen wie Conchita Martínez, Amélie Mauresmo oder Lindsay Davenport haben gezeigt, dass große Karrieren auch abseits des Courts fortgesetzt werden können.

Noch ist unklar, wie langfristig die Zusammenarbeit mit Volynets angelegt ist. Doch dass Kim Clijsters nach Jahren der Reserviertheit wieder täglich auf den Trainingsplätzen und in den Spielerboxen auftaucht, darf heuer wohl als die überraschendste Rückkehr nach Roland Garros gelten.

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
27.05.2026, 15:29 Uhr
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