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Zverev wehrt sich gegen Kritik nach Sinner-Sager: "Ich bin doch nicht verrückt!"

Alexander Zverev sorgte nach dem verlorenen Finale von Madrid mit einer Aussage über Jannik Sinner, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic für reichlich Kritik. Nun erklärt er, warum seine Einordnung der aktuellen Kräfteverhältnisse weder Selbstüberschätzung noch Größenwahn war.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 26.05.2026, 19:59 Uhr

Sascha Zverev glaubt in Paris an seine Chancen
© Getty Images
Sascha Zverev glaubt in Paris an seine Chancen

„Sinner ist der Beste, dann kommt eine Lücke, dann kommen Alcaraz, Djokovic und ich.“ Kaum eine Aussage eines Topspielers wurde in den vergangenen Wochen so intensiv diskutiert wie diese. Viele Fans und Experten fanden sie nicht nur respektlos gegenüber Alcaraz und Djokovic, sondern interpretierten die Worte so, als stelle sich Zverev auf eine Stufe mit den beiden. Dabei ging laut dem Hamburger genau dieser Kontext verloren. Im Gespräch mit John und Patrick McEnroe in “The MacZone” betonte er nun, dass er ausschließlich von der damaligen Momentaufnahme gesprochen habe.

Blick auf die Gegenwart

Zverev verwies darauf, dass Alcaraz zu diesem Zeitpunkt bereits verletzt gewesen war und Djokovic seit Indian Wells kaum noch gespielt hatte. Gemessen an der Weltrangliste und der aktuellen Form sei seine Einschätzung deshalb nachvollziehbar gewesen. Im Moment der Aussage sei Sinner der beste Spieler der Welt gewesen.

Noch deutlicher wurde Zverev bei der Einordnung seiner eigenen Karriere: Er vergleiche sich keineswegs mit den Erfolgen von Djokovic oder Alcaraz. „Ich bin doch nicht verrückt“, grinste Zverev die MacEnroe-Brüder an. Allerdings müsse ein Weltranglistendritter sehr wohl daran glauben dürfen, die Nummer eins schlagen zu können. Alles andere wäre für einen Spitzenspieler absurd.

Der aktuelle Endgegner ist Sinner

Dass Zverev aktuell hinter Sinner steht, bestritt er nicht. Die deutlichen Niederlagen gegen den Italiener in Monte Carlo und Madrid seien ein Beleg dafür gewesen. Allerdings sieht der Deutsche darin keinen unüberwindbaren Abstand, denn: In beiden Matches habe er weit unter seinem eigentlichen Niveau gespielt. Zeige er dagegen sein bestes Tennis, könne er Sinner zumindest vor ernsthafte Probleme stellen. Als Beispiel nannte er sein Fünfsatzduell gegen Alcaraz bei den Australian Open, in dem er den späteren Champion an den Rand einer Niederlage gebracht hatte.

Der Schlüssel liegt in der Offensive

Besonders zufrieden zeigte sich Zverev im Rückblick auf das Alcaraz-Match mit seiner taktischen Herangehensweise. Statt abzuwarten, suchte er die Initiative und spielte aggressiver als in früheren Jahren. Genau diesen Ansatz will er auch künftig verfolgen. Dazu müsse allerdings der Körper mitspielen. Gegen Alcaraz sei er schlicht an den Grenzen seiner Physis gescheitert. Wer offensiv spielen wolle, brauche aber frische Beine.

Paris wird's zeigen

Die Diskussionen rund um Zverevs Aussage dürften erst verstummen, wenn Zverev tatsächlich wieder auf Sinner und Djokovic (und irgendwann wieder auf Alcaraz) trifft. Die überzeugendste Antwort kann er letztlich eben nur auf dem Court geben. Dazu muss er in der heutigen Night Session von Roland Garros aber zunächst einmal den Tschechen Tomas Machac besiegen, der immer für eine Überraschung gut ist.

Hier das Einzeltableau der Herren in Paris

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von Isabella Walser-Bürgler

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