United Cup: Ein Loblied auf die Doppel-Spezialisten

Ein paar Mal im Jahr kommen auch die Doppel-Asse zu ihrem Recht. So wie in den vergangenen Tagen beim United Cup.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.01.2026, 20:15 Uhr

Natürlich war es ein Erfolg des gesamten polnischen Teams, aber ...
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Natürlich war es ein Erfolg des gesamten polnischen Teams, aber ...

Ab und zu ist es doch schön, wenn die Doppel-Asse so richtig im Rampenlicht stehen. Das war im vergangenen Jahr bei den US Open schon der Fall, als man ja nicht so recht wusste, wie der vorgezogene und verkürzte Mixed-Wettbewerb funktionieren würde. Im Großen und Ganzen lässt sich mit dem Abstand von ein paar Monaten sagen: ziemlich gut. 

Dass ein gemischtes Doppel grundsätzlich Freude bringen kann, wissen Tennisfreunde indes spätestens seit dem Treffen von Roger Federer und Serena Williams beim Holman Cup. Wo es um nichts anderes als die Ehre ging. Und die Vorfreude dennoch groß war. 

Die vergangenen Tage beim United Cup haben nun gezeigt, dass, wenn ich kleinen Dosen serviert, das Mixed sehr großen Unterhaltungswert haben kann. Und dass die „echten“ Experten im Vorteil sind. Denn Katarzyna Kawa und Jan Zielinski, die alle Matches für Polen gewonnen und letztlich auch den Titel geholt haben, konzentrieren sich in ihrem Berufsleben ausschließlich auf den Paarlauf. Und haben so etwa auch Alexander Zverev und Laura Siegemund geschlagen. Letztere ist im Doppel eine Koryphäe, Zverev nicht. Weshalb man schon fragen darf, warum nicht Kevin Krawietz an der Seite von Siegemund gespielt hat. 

Bencic nimmt 500 WTA-Punkte mit

Die Schweiz war da irgendwie so mittendrin, Jakub Paul hat auf der ATP-Tour noch keine Bäume ausgerissen, im Duett mit Belinda Bencic aber durchwegs stark gespielt. Bencic selbst war in den Einzeln überragend, hat vom United Cup insgesamt 500 Punkte für die WTA-Charts  mitgenommen. Und konnte in ihrer Karriere ja auch schon zwei Titel im Doppel gewinnen. 

Im Endspiel waren es dann aber doch die Spezialisten (auch wenn weder Kawa noch Zielinski zur Weltspitze zählen), die sich behaupten konnten. Was überhaupt nicht gegen die Schweizer spricht, die auch keine valide Alternative zum aufgestellten Paar gebaut hätten. Aber ab und zu ist es doch schön zu sehen, dass sich Expertise auszahlt. So wie ja auch vor wenigen Monaten bei den US Open, wo der Mixed-Titel trotz der Teilnahme vieler Einzelstars dann doch wieder an Sara Errani und Andrea Vavassori ging.
 

von Jens Huiber

Montag
12.01.2026, 07:58 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.01.2026, 20:15 Uhr