US Open 2021: Emma Raducanu und Leylah Fernandez - "Magisch, verrückt, unglaublich"

Mit Emma Raducanu und Leylah Fernandez stehen zwei Damen im Endspiel der US Open 2021, mit denen im Vorfeld aber auch gar niemand gerechnet hatte. Die beiden Teenies spielen in New York City das Tennis ihres Lebens. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 10.09.2021, 11:53 Uhr

Leylah Fernandez sorgte ebenso für eine Sensation wie Emma Raducanu
Leylah Fernandez sorgte ebenso für eine Sensation wie Emma Raducanu

Dem Damentennis wird häufig nachgesagt, anfällig für große Sensationen zu sein. Jede, so die Lesart, könne auf der WTA-Tour jede schlagen. Was häufig als Kritikpunkt für die Beständigkeit der Weltspitze eingebracht wird, ist vielmehr Beleg für die überragende Dichte an Weltklassespielerinnen auf der Damen-Tour. 

Eine weitere Bestätigung dafür lieferten in den vergangenen Tagen Emma Raducanu und Leylah Fernandez. Während letztere als Nummer 73 der WTA-Charts ungesetzt in das letzte Major-Turnier des Jahres ging, musste Raducanu gar durch die Qualifikation um einen Platz im Hauptfeld fighten. 

Raducanu in Schock

Jetzt stehen die beiden Damen im Endspiel. Und zwar sensationell. Fassen können das die beiden Hauptprotagonistinnen selbst noch kaum, Emma Raducanu etwa meinte nach ihrem Halbfinalerfolg über Maria Sakkari, noch immer unter Schock zu stehen: "Es bedeutet mir sehr viel, hierher zu kommen. Natürlich wollte ich die Endspiel eines Grand Slams erreichen, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass ich es so schnell schaffen würde. Ich habe keine Worte", so die Britin. 

Die Dimensionen der Überraschung Raducanus illustriert insbesondere ihre bisherige Erfahrung auf der Tour. Ein Titel auf der ITF-Tour im indischen Pune, so die Britin, sei ihr bislang größter Erfolg gewesen. "Natürlich ist das Erreichen der US Open mein bisher größter Erfolg als Profi-Tennisspielerin, und zwar mit Abstand", betont die 18-Jährige, die mit ihrem Power-Tennis eine Welle der Begeisterung - auch in ihrem Heimatland Großbritiannien - ausgelöst hat. Es sei schlichtweg verrückt, erklärt Raducanu.

Fernandez: "Nichts ist unmöglich" 

Im Endspiel geht es für Raducanu nun gegen eine Dame, mit der wohl ebenso wenig schon jetzt in einem Grand-Slam-Endspiel zu rechnen war: die Kandierin Leylah Fernandez. Für die 19-Jährige sei ihr Einzug ins Endspiel eine Bestätigung dafür, dass jeder alles erreichen könne: "Nichts ist unmöglich. Mein Vater hat mir immer gesagt, dass es keine Grenzen für mein Potenzial gibt und dass jeder, der mich kennt, weiß, wie weit ich gehen kann. Ich arbeite jeden Tag sehr hart, um Dinge wie heute zu erreichen."

Wie auch ihre britische Final-Kontrahentin befinde sich Fernandez während den US Open in einem Rausch: "Ich glaube, ich tue unglaubliche Dinge. Es ist, als wäre das alles magisch. Neben den guten Ergebnissen, die ich erziele, ist es die Art und Weise, wie ich in den letzten Tagen spiele. Außerdem habe ich Spaß und versuche, Tennis zu spielen und den Fans eine gute Zeit zu bieten."

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von Michael Rothschädl

Freitag
10.09.2021, 11:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.09.2021, 11:53 Uhr