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US Open 2021: McCoco, der junge Borg und eine Kölner Box

Am Montag hat sich bei den US Open 2021 auch abseits des Arthur Ashe Stadiums einiges getan.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.09.2021, 11:47 Uhr

Cori Gauff und Cathy McNally am Labour Day bei den US Open
© Getty Images
Cori Gauff und Cathy McNally am Labour Day bei den US Open

Von Jens Huiber aus New York City

Der Labour Day läutet traditionell das Ende des Sommers in den USA ein. Ab heute müssen (oder in Zeiten wie diesen besser: dürfen) die Kinder wieder in die Schule, und auch bei den US Open bringt der erste Montag im September eine gewisse Zäsur. Denn danach haben fast alle Wettbewerbe das Viertelfinal-Stadium erreicht, die Matches bei den Erwachsenen werden weniger. Lediglich die JuniorInnen geben noch so richtig Gas. Apropos.

Kleiner Menschenauflauf am Court 12 am Montag. Warum? Leo Borg, der Sohn einer der größten Legenden des Tennissports, durfte sich bei den immer noch als „Boys“ geführten jungen Männern versuchen. In einer Wiederauflage des Zweitrunden-Duells bei den French Open früher in diesem Jahr gegen Max Rehberg. Der Deutsche, der in der TennisBase in Oberhaching trainiert, stellt sich in diesem Duell als der bessere Tennisspieler heraus, gewinnt im Tiebreak des dritten Satzes. Vater Björn Borg ist bei seinen Versuchen, die US Open zu gewinnen, oft spät gescheitert. Sohn Leo diesmal schon früh.

Gauff und McNally gewinnen mit Mühe

Wenn Leo Borg mit hohen Erwartungen überfrachtet wird, dann Cori Gauff mit vergleichsweise turmhohen. Die US-Amerikanerin, im Einzel ziemlich krachend an Sloane Stephens gescheitert, spielt mit Freundin Cathy McNally auf dem Grandstand gegen Darija Jurak und Andreja Klepac. „McCoco“ gewinnen mit 6:4 und 6:4, vergeigen dabei fast einen 5:2-Vorsprung in Durchgang zwei. Die Preisfrage zu diesem Duell: Wie verkraftet es McNally, die Gauff im Finale der French Open 2018 gegenübergestanden hatte, dass ihre Spielkameradin auf der WTA-Tour längst Fuß gefasst hat? Und sie selbst auf den großen Durchbruch noch wartet.

Der nächste Test für Gauff und McNally wird ein ganz großer, sie bekommen es mit den Turnierfavoritinnen Su-Wei Hsieh und Elise Mertens zu tun. Die beiden Väter der Amerikanerinnen werden wieder in der Box sitzen, dann vielleicht sogar in derselben Reihe.

Mies besucht Otte

Sonst so? Nachdem Alexander Zverev und Emma Raducanu ihre Partien im Arthur Ashe Stadium recht schnell gewonnen haben, suchen viele unbeschäftigte Menschen Zerstreuung. Ein Blick zu Matteo Berrettini und Oscar Otte böte sich an, die Kapazitäten des Louis Armstrong Stadiums sind aber erschöpft.

Andreas Mies hat es dennoch in die Arena geschafft, für den Doppel-Spezialisten ist ja auch ein Platz in Oscars Kölner Box reserviert. Mies hat es im Doppel an der Seite von Andrey Golubev schon überstanden, das Aus gegen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut ist keine Schande. Einziger Deutscher im Doppel-Viertelfinale ist Mies´ Stammpartner Kevin Krawietz. Der hat mit Horia Tecau nicht nur gute Aussichten auf die Qualifikation für das ATP-Finale in Turin. Sondern auch auf ein Weiterkommen in die Vorschlussrunde in New York. Gegner in der Runde der letzten acht werden Sam Querrey und Steve Johnson sein.

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von Jens Huiber

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07.09.2021, 10:20 Uhr
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