US Open: Der erstaunliche Lauf des Stefanos Tsitsipas ins Achtelfinale
Stefanos Tsitsipas im Achtelfinale der US Open 2026? Darauf wäre man nicht so leicht gekommen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
05.09.2026, 08:51 Uhr

Nein, die weit gereiste und mit der Familiensache Tsitsipas bestens vertraute griechische Kollegin war vor Beginn der US Open gar nicht optimistisch. Es gäbe ein paar Spieler, gegen die Stefanos nicht gewinnen könne. Und Arthur Fils, der Erstrunden-Kontrahent, gehöre zu dieser Liste. In Miami hatte Fils das Treffen mit Tsitsipas mit 6:0 und 6:1 gewonnen. Und tatsächlich verlief das Treffen im Arthur Ashe Stadium bis Mitte des zweiten Satzes wie erwartet: Fils diktierte, holte Durchgang eins, führte im zweiten mit einem Break.
Aber dann schien Stefanos Tsitsipas einen neuen, höheren Gang bei sich zu entdecken. Er drehte die Partie gegen den französischen Cincinnati-Champion, der von vielen Experten sogar als potenzieller Sieger des letzten Majors der Saison gehandelt wurde. Was dazu führte, dass Tsitsipas gegen Lloyd Harris in Runde zwei sogar als Favorit startete - und auch mit dieser Rolle gut zurecht kam.
Tsitsipas holt Titel in Gstaad
Aber klar war auch: Gegen Jiri Lehecka muss doch jetzt das Aus kommen. Aber es entwickelte sich ein spiegelbildliches Match wie gegen Fils. Lehecka legte wie die Feuerwehr los, gewann den ersten Satz mit 6:2. Danach aber spielte Tsitsipas auf wie in seinen besten Zeiten, holte sich die folgenden drei Durchgänge mit 6:1, 7:6 (3) und noch einmal 6:1. Die Fans auf dem Grandstand staunten und applaudierten fast euphorisch, Tsitsipas hat ja immer noch reichlich Charme. Und an guten Tagen ein attraktives Spiel zu bieten.
Davon war in den letzten Monaten, ja: Jahren, nur selten etwas zu sehen. Einen kurzen Lichtblick gab es zuletzt in Gstaad, wo sich Tsitsipas den Titel schnappte, den insgesamt 13. seiner Karriere, in der er ja auch schon zweimal im Endspiel eines Majors stand.
Ob das auch in New York eine Möglichkeit ist? Nun: Ein Mann, gegen den Stefanos Tsitsipas auch stets mit einem schlechten Gefühl auf den Court geht, musste sich bereits in Runde eins verabschieden, nämlich Novak Djokovic. Ein anderer, Carlos Alcaraz, ist noch im Tableau vertreten.
Hier das Einzel-Tableau der US Open 2026
