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US Open: Emma Raducanu holt Titel - und schreibt Tennisgeschichte

Emma Raducanu hat ihren Siegeszug bei den US Open 2021 mit dem Titel gekrönt. Die Qualifikantin aus Großbritannien schlug Leylah Fernandez mit 6:4 und 6:3.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 12.09.2021, 00:23 Uhr

Emma Raducanu am Samstag in New York City
© Getty Images
Emma Raducanu am Samstag in New York City

Aus der Qualifikation zum Grand-Slam-Sieg: Das hat vor Emma Raducanu noch keine Spielerin geschafft. Aber die 18-jährige Britin zeigte auch im Finale gegen Leylah Fernandez kaum Nerven - auch wenn Raducanu immer wieder Chancen ausließ, das Ergebnis noch eindeutiger zu gestalten. Am Ende hieß es 6:4 und 6:3 für die jüngere der beiden Finalistinnen.

Raducanu durfte von Beginn an mit dem Aufschlag vorlegen, sie tat dies souveräner als Fernandez. Die Kanadierin konnte Mitte des ersten Durchgangs zwar fünf Breakbälle abwehren - im zehnten Spiel jedoch verwandelte Raducanu ihren dritten Satzball. Der zweite Satz begann kurios: Raducanu hatte beim Stand von 1:0 drei Breakbälle, Fernandez wehrte allesamt ab. Um im nächsten Aufschlagspiel selbst in Führung zu gehen. Erstmals in diesem Endspiel. Raducanu konterte mit zwei Breaks in Folge, ging mit einem Passierschlag 4:2 in Führung. Und hielt im siebenten Spiel ihren Aufschlag.

Raducanu macht 159 Ränge gut

Nach 97 Minuten Spielzeit musste Fernandez den ersten Matchball ihrer Gegnerin abwehren, wenige Augenblicke später schlug Raducanu bei ihrer zweiten Chance eine Vorhand ins Netz. Fernandez, die gegen Naomi Osaka und Angelique Kerber große Comebacks geliefert hatte, kam noch einmal auf 3:5 heran. Und erarbeitete sich im nächsten Spiel eine Breakchance - in einem Ballwechsel, bei dem Raducanu ausrutschte und die Physiotherapeutin holen musste. Nach der medizinischen Auszeit hatte Fernandez noch eine zweite Chance auf das Comeback. Aber Raducanu ließ dieses nicht mehr zu. Und schloss ihr Traumturnier mit einem Ass ab.

Besonders bemerkenswert am Lauf von Emma Raducanu in New York City: Sie gab in keinem ihrer zehn Matches auch nur einen Satz ab. Mit den 2.000 Punkten von New York wird Raducanu am Montag an Position 23 der WTA-Weltrangliste aufscheinen. Begonnen hat sie die Qualifikation in New York auf Platz 182. Fernandez stößt auf Platz 27 vor. Verpasste es aber, nach Bianca Andreescu 2019 die zweite Kanadierin zu werden, die die US Open gewinnt. Raducanu schaffte als erste Britin nach Virgina Wade 1977, die im Arthur Ashe Stadium zu Gast war, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.

Hier das Einzel-Tableau in New York City

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von Jens Huiber

Sonntag
12.09.2021, 00:12 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.09.2021, 00:23 Uhr