US Open: Jurij Rodionov möchte nachlegen - auch bei der Garderobe
Jurij Rodionov hat sich souverän für die zweite Runde der US Open 2026 qualifiziert. Und dabei auch ungeahnte Probleme bewältigt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
02.09.2026, 06:58 Uhr

Spät im dritten Satz seiner Erstrunden-Partie gegen Giovanni Mpetshi Perrcard hat Jurij Rodionov auch optisch noch einmal einen Akzent gesetzt: Blaues Shirt zu gelber Hose - das muss man erst einmal tragen können. Kurze Nachfragen bei Mode-Experten haben ergeben: Rodionov kann. Vor allem musste der österreichische Davis-Cup-Spieler aber auch. Denn er hatte schlicht und ergreifend einfach zu wenige farblich abgestimmte T-Shirts in seiner Tasche, wie Rodionov im Interview danach ausführte.
Das wird ihm kein zweites Mal passieren, wenn es in Runde zwei gegen Jakub Mensik geht. Rodionov wird der YONEX-Dependance in New York auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Und hoffen, dass die Partie gegen den aufstrebenden Tschechen ebenso geschmeidig verläuft wie gegen Mpetshi Perricard. Von dem Rodionov allerdings wusste, dass das Selbstvertrauen nach dem durchwachsenen Sommer nicht allzu groß sein konnte.
Rodionov gegen Mensik nur Außenseiter
Bei Mensik ist das natürlich anders, dieser ist bei den US Open an Position 17 gesetzt. Jetzt könnte man natürlich sagen, „nur“ an Position 17, eingedenk der Tatsache, dass Mensik im vergangenen Jahr in Miami ja ein Masters-1000-Turnier gewinnen konnte. Da hatte man eigentlich einen noch rasanteren Aufstieg in den Charts erwartet. Für eine solide Favoriten-Position gegen Jurij Rodionov reicht es dennoch.
Andererseits hat es bei diesen US Open ja auch schon ein paar kleinere und auch größere Überraschungen (Navone! Tsitsipas!!) gegeben. Da ist es keines Wegs ausgeschlossen, dass sich Rodionov Chancen erarbeitet. Und diese auch nutzt. Allerdings weiß der Linkshänder ja selbst um seine größte Schwäche: die Konstanz. Woche für Woche die beste Leistung abzurufen, das fällt Spielern, die in etwa das Ranking von Rodionov haben, schwer. Aber gerade in New York City hat der Linkshänder nun ja schon vier Matches gewonnen, inklusive der Qualifikation. Und wenn jetzt auch noch die Garderobe komplett ist, kann vielleicht noch etwas Großes entstehen.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
