US Open: Zverev nach Fünf-Stunden-Drama: „Genau das habe ich gebraucht!“
Alexander Zverev hat sich in der ersten Runde der US Open einen epischen Kampf gegen Lorenzo Sonego geliefert. Nach fünf Sätzen und rund fünf Stunden Spielzeit zeigte sich der Deutsche positiv.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
02.09.2026, 10:34 Uhr

Es war kein Auftakt nach Maß, aber einer, der für Alexander Zverev am Ende womöglich genau zur richtigen Zeit kam. Gegen den Italiener Lorenzo Sonego musste der Weltranglistenzweite über fünf Sätze gehen, ehe er nach knapp fünf Stunden als Sieger vom Platz ging. Nach eigenen Angaben war es das längste Erstrundenmatch seiner Karriere.
Zverevs Verhalten während des Matches darf dabei durchaus als beeindruckend gelten. Selbst in den schwierigen Phasen blieb seine Körpersprache professionell, er ließ sich kaum zu sichtbaren Ausbrüchen hinreißen. Im On-Court-Interview nach dem Sieg zeigte er sein Selbstvertrauen: Sonego habe „so großartig gespielt“, dass der Italiener an diesem Tag vermutlich „viele andere Spieler“ geschlagen hätte.
Ein Kampf zur rechten Zeit
Für Zverev hatte der Marathon deshalb sogar etwas Aufbauendes. „Das ist genau das, was ich jetzt brauche“, erklärte er nach dem Match. Nach seinen eigenen Ansprüchen seien die vergangenen Turniere in Cincinnati und Montreal nicht gut gelaufen. Ein solches Duell zwinge ihn dagegen, sich für die nächsten Runden anzuspornen. „Wenn man sich durch solche Matches kämpft, passieren manchmal gute Dinge danach", so Zverev.
Ausrutscher und Pfiffe
Dabei hatte Zverev nicht ausschließlich mit seinem Gegner zu kämpfen. Gleich zweimal rutschte er aus – einmal im ersten und einmal im fünften Satz. Beide Male blieb er glücklicherweise unverletzt. Beim zweiten Ausrutscher reagierte ein Teil des Publikums mit Pfiffen.
Generell war die Stimmung gegenüber Zverev nicht immer freundlich. Im fünften Satz wurden verfehlte erste Aufschläge des Deutschen teilweise mit Applaus oder Jubel quittiert. Zverev ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen.
Quentin Halys wartet in Runde zwei
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Zverev nach der langen Nacht nicht. In der zweiten Runde trifft er auf den Franzosen Quentin Halys. Die Ausgangslage spricht allerdings klar für den Deutschen: Im direkten Vergleich führt Zverev mit 2:0.
Hier das Einzeltableau der Herren
