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Velibor Todic holt ersten HTT Future-Titel seiner Karriere

Velibor Todic hat erstmals ein Turnier auf der Peugeot Hobby Tennis Tour gewonnen. In einem für HTT-...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 23.07.2021, 02:18 Uhr

Velibor Todic hat erstmals ein Turnier auf der Peugeot Hobby Tennis Tour gewonnen. In einem für HTT-Future-Verhältnisse extrem hochklassigen Match, setzte sich der 28jährige am Dienstag Abend gegen den jungen Wiener Armin Hegyi in zwei Stunden und fünf Minuten mit 7:6, 6:4 durch, und entschied damit das Juli-Future-Turnier im UTC La Ville für sich. Todic knackte damit erstmals in seiner noch jungen HTT-Karriere die Top 300 Schallmauer der HTT Computer-Rangliste. Ein Bericht von C.L

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Todic gewinnt ersten Satz nach 0:3 Rückstand mit sensationellem Tie-Break

Es war ganz sicher die Szene des vergangenen Tennis-Wochenendes im UTC La Ville. Velibor Todic hatte soeben einem über seinen Kopf ins Out hinwegsegelnden Lob seines Gegners beim Matchball hinterher geblickt, als er mit einem Urschrei den soeben fixierten Premierentitel feierte. Ein Urschrei, der sämtliche Emotionen beim 28jährigen freilegte, mit dem er die ganze Anspannung und den Druck seines ersten HTT-Karriere-Finales abbauen konnte. Und mit dem Todic auch seine riesige Freude über das “Match seines Lebens” herausbrüllte. “Ich glaube ich habe heute das beste Match seit ich Tennis spiele abgeliefert”, konnte der Niederösterreicher sein Glück kaum fassen. Dabei hatte sein bestes Karriere-Match gar nicht so erfolgsversprechend begonnen. Rasch lag der “Koloss aus Leobersdorf” mit 0:3 zurück, und seine Fans vor Ort mussten mitansehen, wie Hegyi als der technisch bessere Spieler seiner Favoritenrolle gerecht zu werden schien. Doch Todic entwickelte bereits in den folgenden Games einen für die Zuschauer spürbaren Kampfgeist, und ließ sich nach geschafftem Re-Break zum 3::3 auch von einem neuerlichen 3:5 Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder stellte der in Spielerkreisen als “Riesenbaby” gehandelte 28jährige sein Gegenüber mit erfolgreich absolvierten Netzangriffen vor ernste Schwierigkeiten, und rettete sich schließlich in den Tie-Break, den er sensationell spielend nach 6:0 Zwischenführung mit 7:2 für sich entschied.

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“Das war das beste Match meines Lebens”

Dieses grandiose Finish des ersten Satzes hatte bei Todic weitere Kräfte und vorallem Selbstvertrauen ohne Ende freigesetzt. 4:0 nach nur 19 Minuten, ein entfesselt agierender Todic steuerte einem klaren Satzgewinn entgegen, stand bei 5:2 dicht vor dem Titelgewinn, als er mit dem bekannten Problemchen zwischen den beiden Ohren konfrontiert wurde. Das Ding heim zu bringen, den Sack zuzumachen und eine phantastische Leistung mit dem Turniersieg zu krönen, das wurde plötzlich für den 28jährigen zur echten Challenge. Die Doppelfehler Nr. 15 und 16 waren dannn auch nicht hilfreich beim Versuch das Match mit eigenem Aufschlag zu beenden. Und so war Todic am Ende noch glücklich und froh, dass auch Hegyi einen echten “Ast” beim Service – und beim Versuch gegen den Matchverlust zu servieren – bekam. Das Dutzend an Doppelfehlern voll gemacht, dazu ein Vorhandfehler und der schon erwähnte ins Aus fliegende Lob, Todic rettete sich quasi mit fremder Hilfe über die Ziellinie. “Eigentlich wollte ich ja in Deutsch Wagram spielen. Doch dann habe ich mich zum Glück umentschieden. Ich bin überglücklich. Das war ganz sicher mein bislang mit Abstand bestes Match. Es ist ein großartiges Gefühl”, jubelte der Sieger, während Hegyi die Möglichkeit verpasste, mit seinem ersten HTT Karriere-Titel als Nr. 1118 zum Turniersieger mit dem viertschlechtestenn Ranking der HTT Geschichte zu avancieren.

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von Claus Lippert

Freitag
23.07.2021, 01:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.07.2021, 02:18 Uhr