Wie man sich nicht von Serena Williams einschüchtern lässt

Wie widersteht man als WTA-Spielerin der Aura von Serena Williams? Justine Henin und Sofia Halep gaben darüber in einem Podcast für Eurosport Auskunft.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.05.2020, 07:40 Uhr

2019 in Wimbledon hat sich Simona Halep nicht einschüchtern lassen
© GEPA Pictures
2019 in Wimbledon hat sich Simona Halep nicht einschüchtern lassen

Als Sofia Kenin im vergangenen Jahr in Roland Garros in der Pressekonferenz ihren überraschenden Erfolg gegen Serena Williams erklären sollte, da kam die junge US-Amerikanerin auch auf den ganz eigenen Todesblick von Serena zu sprechen. Die Legende auf der anderen Seite des Netzes hätte ihr den allseits bekannten „Stare“ gegeben, aber sie, Kenin, hätte das einfach ignoriert. Und ihr Ding durchgezogen. Das mag in der Natur der an sich unbekümmerten Kenin liegen, die seit Anfang 2020 ja auch als Grand-Slam-Siegerin firmieren darf.

Zwei andere Major-Championessen mit Serena-Erfahrung haben sich vor ein paar Tagen in einem Eurosport-Podcast über die beste Spielerin der letzten 15 Jahre, vielleicht sogar aller Zeiten unterhalten: Justine Henin und Simona Halep. Und der übereinstimmende Tenor war: Ja, auch Henin und Halep waren von Serena Williams eingeschüchtert. „Ich habe mich immer vor ihr gefürchtet“, gab Halep freimütig zu, die von elf Matches gegen Serena lediglich zwei gewonnen hat. Einer der Siege allerdings kam im Wimbledon-Finale 2019, wo Halep ihrer Gegnerin beim 6:2, 6:2 keine Chance ließ. Zu ihrer eigenen Überraschung: Sie hätte nicht gedacht, dass sie in der Lage wäre, gegen jemanden wie Serena auf Rasen gewinnen zu können, erläuterte Halep im Gespräch, an dem auch Mats Wilander und Boris Becker teilnahmen.

Henin mit positiver Grand-Slam-Bilanz gegen Serena

Justine Henin war insgesamt erfolgreicher gegen Serena, schloss ihre Karriere mit einer 6:8-Bilanz gegen die mittlerweile 38-jährige Williams ab. Bei Grand-Slam-Events hatte die Belgierin mit 4:3-Siegen sogar die Nase vorne. Aber auch Henin gingen die Treffen mit Serena nicht leicht von der Hand. „Du musstest gegen Serena spielen, und Venus ist mit ihr zum Eingang des Courts gekommen“, erinnerte sich Henin. „Es war also nicht nur eine, man musste gegen zwei spielen.“ Aber so sei das eben: Tennismatches werden nicht nur auf dem Court entschieden, sondern auch durch alles, was rundherum geschieht.

Der Schlüssel gegen Serena Williams sei gewesen, eine gewisse Distanz zwischen sich und die US-Amerikanerin zu schaffen, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Das sei Henin oft ebenso gut gelungen wie Halep im letztjährigen Wimbledon-Finale.

Legendentreffen beim Eurosport-Podcast
Legendentreffen beim Eurosport-Podcast

 

 

 

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Samstag
16.05.2020, 18:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.05.2020, 07:40 Uhr