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Wimbledon 2021: Ashleigh Barty schlägt Karolina Pliskova in drei Sätzen und holt zweiten Grand-Slam-Titel

Die Siegerin der diesjährigen Damen-Konkurrenz in Wimbledon heißt Ashleigh Barty. Die Weltranglistenerste setzte sich im Finale gegen Karolina Pliskova mit 6:3, 6:7 (4) und 6:3 durch und holte nach den French Open 2019 ihren zweiten Grand-Slam-Titel. (Hier könnt ihr das Match im Tracker nachlesen).

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 10.07.2021, 17:25 Uhr

Ashleigh Barty beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon
© Getty Images
Ashleigh Barty holte in Wimbledon ihren zweiten Grand-Slam-Titel

Erstmals seit den Australian Open 2020 fand mit dem Damenfinale zwischen Ashleigh Barty und Karolina Pliskova in Wimbledon 2021 ein Grand-Slam-Endspiel wieder vor vollen Zuschauerrängen statt. Für beide Spielerinnen ging es um den ersten Triumph beim Rasenklassiker, Pliskova wollte sich gar den ersten Major-Titel ihrer Karriere sichern.

Der bessere Start auf dem Centre Court gelang allerdings Barty, die die ersten 14 Punkte für sich entschied und nach nur sieben Minuten Spielzeit mit 3:0 in Führung lag. Wenige Momente später schenkte die sichtlich angespannte Pliskova der French-Open-Siegerin des Jahres 2019 mit einem Doppelfehler ein weiteres Break zum 4:0.

Barty serviert im zweiten Anlauf souverän aus

Ein ähnliches Debakel wie in Rom, wo Pliskova vor rund zwei Monaten Iga Swiatek mit 0:6 und 0:6 im Finale unterlegen war, blieb der Tschechin in Wimbledon aber erspart. Barty streute ein schwächeres Aufschlagspiel ein und ermöglichte der 29-Jährigen so den ersten Gamegewinn. Dieses Break vermochte Pliskova jedoch nicht zu bestätigen - nach nicht einmal 20 Minuten Spielzeit schlug Barty beim Stand von 5:1 zur 1:0-Satzführung auf.

Im ersten Anlauf konnte die 25-Jährige aus Ipswich zwar noch nicht ausservieren, beim zweiten Versuch tütete Barty den Eröffnungssatz letztlich aber souverän ein: Nach 28 Minuten Spielzeit verwandelte die Australierin dank eines Vorhandfehlers ihrer Kontrahentin den ersten Satzball zum 6:3.

Pliskova, die bis dato nur in ihrer Halbfinalpartie gegen Aryna Sabalenka einen Satz abgegeben und mit starken Aufschlagspielen beeindruckt hatte, schlug im ersten Durchgang kein einziges Ass und punktete nur zweimal mit einem direkten Punktschlag. Barty hingegen agierte deutlich aggressiver - ihre Bilanz wies am Ende des Auftaktsatzes zwölf Winner bei acht unerzwungenen Fehlern aus.

Trotz eines etwas besseren Starts von Pliskova war es im zweiten Abschnitt abermals Barty, die das erste Break schaffte und mit 2:1 in Führung ging. Kampflos wollte sich die Weltranglisten-13. jedoch nicht geschlagen geben: Pliskova gelang das Rebreak zum 3:3 und stellte wenig später souverän auf 4:3.

Barty serviert zum Sieg, Pliskova schlägt zurück

Anschließend brachten beide Spielerinnen ihre Aufschlagspiele recht ungefährdet durch, insbesondere Pliskova schlug ab Mitte des zweiten Durchgangs hervorragend auf. Doch just bei 5:5 musste die ehemalige Weltranglistenerste ihr Servicegame doch abgeben: Pliskova ließ auch aufgrund eines leichten Volleyfehlers drei Spielbälle in Folge liegen und ermöglichte Barty so das Break zum 6:5.

Die Weltranglistenerste war dem Druck jedoch nicht gewachsen und konnte das Match nicht ausservieren. So musste im zweiten Abschnitt ein Tiebreak die Entscheidung bringen. In diesem setzte sich Pliskova nach einem ausgeglichenen Beginn ab und organisierte sich vier Satzbälle en suite. Den dritten davon wusste die Tschechin nach einem Doppelfehler Bartys auch zu nutzten - die Kurzenscheidung ging mit 7:4 an den Schützling von Sascha Bajin.

Insgesamt spielte sich die Begegnung im zweiten Durchgang auf einem höheren Niveau ab. Hauptverantwortlich dafür war in erster Linie Pliskova, die ihr Spiel deutlich stabilisierte und zehn Winner - die Hälfte davon Asse - schlug. Barty kam mit ihrem variantenreichen Stil indes nicht mehr so gut durch wie noch zu Beginn und streute 14 vermeidbare Fehler ein.

Barty gewinnt zum ersten Mal in Wimbledon

Zum Auftakt des dritten Durchgangs war es aber erneut die Australierin, die besser startete und schnell mit 3:0 in Führung ging. Dieses Break wusste sie auch bis zum 5:2 zu transportieren. Pliskova brachte ihr Servicegame zwar noch einmal durch, neuerliches Comeback war der 29-Jährigen aber keines mehr vergönnt.

Denn Barty servierte das Match schlussendlich trotz einiger kleiner Schwierigkeiten und der Abwehr eines Breakballs nachhause und verwandelte nach 1:55 Stunden Spielzeit ihren ersten Matchball.

Durch den 6:3, 6:7 (4) und 6:3-Erfolg durfte sich Barty über den ersten Wimbledon-Titel und den insgesamt zweiten Grand-Slam-Triumph ihrer Karriere freuen. Pliskova verlor nach dem US-Open-Endspiel 2016 hingegen auch ihr zweites Major-Finale und muss weiterhin auf den ersten Turniersieg auf höchster Ebene warten.

Dementsprechend emotional zeigte sich die Tschechin bei der Siegerehrung. "Ich habe jede Minute auf diesem Platz genossen. Ich weine nie. Und jetzt...", sagte Pliskova unter Tränen. Barty zeigte sich nach dem Triumph beim Rasenklassiker hingegen naturgemäß überglücklich: "Es ist unglaublich. Danke an das Publikum, welches diesen Traum zu etwas Besonderem gemacht hat."

Hier das Einzel-Tableau in Wimbledon

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