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Wimbledon 2021: Mats Wilander - "Matteo Berrettini wird ein Grand Slam gewinnen"

Mats Wilander hat im Vorfeld des Endspiels von Wimbledon 2021 bei Ubitennis.com seine Einschätzungen zum italienischen Finalisten Matteo Berrettini zum Besten gegeben. Und hatte dabei nur Respekt für den 25-jährigen Römer übrig. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 10.07.2021, 19:28 Uhr

Matteo Berrettini greift in Wimbledon nach seinem ersten Grand-Slam-Titel
Matteo Berrettini greift in Wimbledon nach seinem ersten Grand-Slam-Titel

Am Ende war es ein recht ungefährdeter Vier-Satz-Erfolg, den Matteo Berrettini am Freitagnachmittag an der Church Road in London einfuhr, um seinen bist dato größten Karriereerfolg in trockene Tücher zu bringen. Der 25-Jährige besiegte Hubert Hurkacz aus Polen und schaffte somit den Einzug ins Endspiel eines Major-Turniers - ein Kunststück, das dem Weltranglistenneunten bislang noch nicht geglückt war. 

Dieser Erfolg brachte dem Römer auch den Respekt der aufmerksamsten Beobachtern des Tennissports - etwa von Mats Wilander. Der Schwede rechnete Berrettini insbesondere die mentale Leistung, nach dem verlorenen dritten Satz nicht nachzudenken zu beginnen, hoch an: "Was er zu Beginn des vierten Satzes tat, ist das Signal, das wir alle bei einem Spieler sehen wollen. Er hat den dritten Satz verloren und es war ihm egal. Das ist für mich das Signal, dass er einer der besten Spieler der Welt werden wird, der sicher ein Grand Slam gewinnen wird." 

Berrettini kann "überall" gewinnen 

Wo er denn diesen Major-Triumph feiern könne? "Überall! Vielleicht wird die Rückhand seine Chancen auf Sand etwas einschränken, aber auf Rasen weiß Matteo, wie er seine Schwächen verstecken kann und das ist fundamental. Große Spieler wissen, wie sie ihre Schwächen verstecken können. Roger Federer ist das perfekte Beispiel dafür", konstatierte der Eurosport-Experte. 

Beim Schweizer Veteranen sieht Wilander indes ebenso leichte Defizite auf der Rückhand-Seite: "Bei Federer war der Schwachpunkt die Rückhand.  Mit der Rückhand konnte Roger sich verteidigen, mit dem Slice am Leben bleiben, aber dann blieb er fast immer zurück." In diesem Zusammenhang habe der Römer jedoch einen entscheidenden Vorteil: "Matteo hingegen kann Slices spielen und dann nach vorne kommen, er hat die doppelte Statur von Roger am Netz, es ist sehr schwer, an ihm vorbeizukommen."

Spieler wie Zverev versuchen, auf beiden Seiten hart zu schießen

Wilander über den Fehler einiger junger Spieler

Zudem habe der Römer auch den anderen Spieler seiner Generation etwas voraus, wie Wilander betont: "Matteo ist anders als die anderen aus dieser Zeit . Wenn ich mir die anderen Spieler anschaue, wie etwa Zverev, dann versuchen sie, auf beiden Seiten hart zu schießen, und wo sie schwächer sind, machen sie Fehler. Während Matteo weiß, was zu tun ist, will er nicht versuchen, mit seinem schwächsten Schlag gegen eine gute Trefferquote zu spielen."

Am Sonntag hat Matteo Berrettini bereits die Chance, die Prophezeiung von Mats Wilander wahrwerden zu lassen. Der Römer bestreitet gegen Novak Djokovic, seines Zeichens 19-facher Major-Titelträger, sein erstes Finale in einem Grand-Slam-Endspiel. 

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11.07.2021, 08:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.07.2021, 19:28 Uhr

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