Wimbledon 2024: Sinner und Alcaraz - ist jetzt Schluss mit lustig?
In ihren Viertelfinal-Begegnungen in Wimbledon 2024 treffen sowohl Jannik Sinner wie auch Tommy Paul auf gefährliche Gegner.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
08.07.2024, 10:37 Uhr

Daniil Medvedev hat es nach seinem Abbruchsieg gegen Grigor Dimitrov wie immer auf den Punkt gebracht. Schon klar, meinte Medvedev in seinem On-Court-Interview, er habe heute Kräfte gespart. Aber Jannik Sinner hätte ja auch nur drei Sätze gespielt. Und werde im Viertelfinale am Dienstag ganz bestimmt nicht müde sein.
Dabei bräuchte Medvedev einen Strohhalm genau dieser Art - denn die letzten fünf Begegnungen gegen Sinner hat der Russe allesamt verloren. Da wären ein paar knappe dabei gewesen. Und ein paar weniger knappe. Selbst jüngere Sportfreunde werden sich noch an das 6:1 und 6:2 des Südtirolers zum Halbfinale von Miami erinnern. Hoffnungsschimmer Nummer eins also: In der Bilanz mit Jannik Sinner liegt Daniil Medvedev immer noch mit 6:5 vorne. Und möglicher Lichtblick Nummer zwei: Auf Rasen haben die beiden noch nie gegeneinander gespielt. Der Favorit in dieser Partie ist aber sicherlich Jannik Sinner. Der hat gegen Ben Shelton zwar kurz gewackelt. Aber dann eben doch gezeigt, dass man sich einen Sieg gegen ihn nur unter größten Mühen erarbeiten muss.
Alcaraz gegen Paul mit ausgeglichener Bilanz
Stets bemüht hat sich bislang auch Carlos Alcaraz. Und das auch noch erfolgreich. Gegen Ugo Humbert gab es einen Satz weniger und daraus zwingend folgend auch weniger Drama - ganz rund war das aber aus Sicht des Titelverteidigers noch nicht. Was man andererseits ja auch bei einigen Auftritten von Alcaraz vor wenigen Wochen in Roland-Garros anmerken konnte. Und wer hat am Ende den Titel geholt? Eben.
Tommy Paul im Viertelfinale ist jetzt aber für niemanden die reine Freude. Und schon gar nicht für Carlos Alcaraz. Der hat von den vier Partien gegen den US-Amerikaner nämlich zwei verloren. Gut, auch zwei gewonnen - aber nach den Ansprüchen von Alcaraz ist ein Head-to-Head gegen Spieler außerhalb der Top Ten ja eigentlich nicht akzeptabel.
Hier das Einzel-Tableau in Wimbledon