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Wimbledon: Carlos Moya zu Kalender-Grand-Slam - "Nichts, was ihm den Schlaf raubt"

Nadal-Trainer Carlos Moya hält einen Kalender-Grand-Slam seines Schützlings für absolut realistisch, möchte aber noch nicht zu viel darüber nachdenken. Auch die herannahende Vaterschaft sieht die ehemalige Nummer eins als kein großes Problem.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 25.06.2022, 10:06 Uhr

© Getty Images
Rafael Nadal und Carlos Moya beim Training auf Mallorca

Die Nachricht, dass Rafael Nadal nach seinen beiden Triumphen bei den Australian und den French Open auch tatsächlich in Wimbledon an den Start gehen werde, erwischte den einen oder anderen selbsternannten Tennis-Experten dann doch auf dem falschen Fuß. Das schmerzverzerrte Gesicht beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom, sowie die Nachricht eines völlig betäubten Fußes während fast des gesamten Events am Bois de Bolougne gab zugegebenermaßen wenig Zuversicht für einen Start des 22-fachen Major-Siegers an der Curch Road in London.

Doch Rafael Nadal wäre nicht Rafael Nadal, würde er seine Fans (und auch seine "Hater") nicht immer wieder überraschen. Zwar gibt es dieses Jahr in Wimbledon keine wertvollen Weltranglisten-Punkte zu ergattern, dafür könnte der "Stier aus Manacor" einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere setzen, die Anzahl seiner Grand-Slam-Titel auf 23 und auch die Chancen auf einen Kalender-Grand-Slam deutlich erhöhen.

"Es wird eine zusätzliche Motivation sein"

"Es ist ein realistisches Ziel. Selbstverständlich ist er der einzige, der es in dieser Saison noch erreichen kann. Es ist das erste Mal in seiner Karriere, dass er es schaffen könnte, aber wir sehen es noch weit entfernt. Er ist auf halbem Weg. Bis jetzt", wird Trainer Carlos Moya in einem Interview mit Eurosport Spanien zum brisanten Thema zitiert. "Es ist nichts, was ihm den Schlaf raubt. Als gesamtes Team gibt es kaum etwas, was uns nachts wach hält, und diese Sache schon gar nicht. Wir müssen es Stück für Stück angehen, wir sprechen auch nicht darüber. Es ist kein vorrangiges Ziel, auch wenn wir es sicher nicht vorzeitig aufgeben werden."

Der Ex-Weltranglisten-Erste aus Palma de Mallorca glaubt auch, dass die heranrückende Vaterschaft Nadals kein Grund für ein Karriere-Aus ist: "Ich glaube nicht, dass ihn dieses Thema abhalten wird. Im Gegenteil - es wird eine zusätzliche Motivation für ihn sein. Er liebt Kinder. Auch wenn ich mir sicher bin, dass er alle vermissen wird, wenn er auf Reisen gehen muss."

Hier das Einzel-Tableau aus Wimbledon.

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von Stefan Bergmann

Samstag
25.06.2022, 11:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 25.06.2022, 10:06 Uhr

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