Wimbledon: Dass muss Zverev gegen Sinner ändern (sagt Brad Gilbert)
Alexander Zverev hatte gegen Jannik Sinner zuletzt wenig zu melden, der Italiener gewann die vergangenen neun Matches allesamt. Was tun?
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
12.07.2026, 17:23 Uhr

14 Begegnungen gab es insgesamt bereits zwischen Zverev und Sinner. Und während der Deutsche anfangs noch vier Siege holte, war zuletzt nur noch wenig drin. Zverevs letzter Erfolg stammt von den US Open 2023, seither hat der Italiener neun Mal triumphiert. Noch mehr: In den letzten sechs Begegnungen (davon vier in 2026) holte Zverev nicht einen Satz…
Wie also diese Serie drehen? Brad Gilbert, der Erfolgsautor (Winning ugly) und Erfolgscoach (Andre Agassi, Andy Roddick, Coco Gauff) sieht vor allem zwei wichtige Punkte: Zverev müsse bei eigenem Aufschlag schnellere Punkte holen - und bei Sinners Service Wege finden. Denn Sinner habe Zverev bei eigenem Aufschlag komplett dominiert, so der US-Amerikaner im Podcast Big T.
In Zahlen hat Sinner in den vergangenen sechs Matches der beiden tatsächlich kein Break zugelassen, alle zehn Breakchancen abgewehrt. Zverev müsse, so Gilbert, seine Returnposition anpassen und unberechenbarer werden.
Und bei eigenem Aufschlag? Müsse er mehr Risiko gehen. Hohe Prozentzahlen an ersten Aufschlägen seien gegen andere Spieler sicher gut, so Gilbert. Aber nicht gegen Sinner. “Wenn Sinner in die Ballwechsel kommt, dominiert er ihn komplett mit seiner Vorhand.” In den Rückhand-Rallyes, die Zverev normalerweise für sich entscheide, halte Sinner ebenso gut dagegen, und behalte dann in den den Vorhand-Duellen die Oberhand.
Eine gute Sache für Zverev: der Sieg gegen Taylor Fritz nach zuvor sieben Niederlagen. “Das hilft mental etwas.” Seine generell gute Form hingegen nicht. “Er kommt mit einer Menge Selbstvertrauen hier rein”, so die ehemalige Nummer 4 der Welt. “Aber wenn er nichts ändert, geht das in drei Sätzen weg.”
