Wimbledon: Lilli Tagger wäre es gerne ein bisschen aggressiver angegangen
Lilli Tagger ist gestern in Runde eins von Wimbledon 2026 also ausgeschieden. Ihre Leistung war gut - mit Ausnahme einer Schwächephase zu Beginn des dritten Satzes.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
29.06.2026, 22:54 Uhr

Niederlagen gehören zum Alltag von Tennis-Professionals dazu, das weiß Lilli Tagger natürlich auch, obwohl sie noch nicht lange auf der WTA-Tour dabei ist. Das 6:7 (3), 7:5 und 4:6 gegen Lanana Tararudee in der ersten Runde von Wimbledon 2026 ist deshalb keineswegs als Drama einzuordnen, letztlich war es eine kurze Schwächephase zu Beginn des dritten Satzes, die die Osttirolerin um den Sieg brachte.
Genau in dieser Phase habe sie zu passiv gespielt, erklärte Tagger ein paar Minuten nach ihrem Ausscheiden am gestrigen Montag. Ganz konkret bedeutet das bei ihr: nicht ganz durchzuschwingen, eher abzuwarten, was passiert. Das war bei Tararudee doch einiges, lediglich am Ende zeigte die Thailänderin Nerven, vergab mehrere Matchbälle. Und feierte ihren ersten Matchsieg bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt.
Tagger steigt bald auf Hartplatz um
Darauf muss Lilli Tagger noch warten. Den nächsten Anlauf will sie bei den US Open nehmen, die Vorbereitung darauf beginnt quasi schon jetzt. Nun, noch nicht ganz: Zunächst steht das Doppel an der Seite von Anastasia Potapova in Wimbledon an. Potapova musste sich am Montag ja auch bereits verabschieden.
Dann aber geht es hurtig auf Hartplatz, untern anderem ist ein Start in Prag geplant. Und weil nun eben die Umstellung auf den Belag des späten Sommers folgt, fällt der Start beim 125er-Event in Kitzbühel aus. Was Lilli Tagger zwar bedauert - abbekam Ende hat sie sich mit ihrem Team diesmal anders entschieden.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen
