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„Match of the Day“ – John Isner gegen Jo-Wilfried Tsonga

John Isner will am Samstag, mit einem Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale in Wimbledon erreichen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 02.07.2016, 07:21 Uhr

LONDON,ENGLAND,28.JUN.16 - TENNIS - ATP World Tour, Wimbledon, Grand Slam. Image shows Jo-Wilfried Tsonga (FRA). Photo: GEPA pictures/ Alan Grieves

Jo-Wilfried Tsongaist einer der besten Rasenspieler der letzten zehn Jahre. Schon zwei Mal stand der Franzose im Halbfinale von Wimbledon. Sein GegnerJohn Isnergehört zwar zu den besten Aufschlägern der Tour, doch in Wimbledon ist ihm der große Erfolg bisher vergönnt geblieben.

Isner war auf der Siegerseite des längsten Matches aller Zeiten,als er in der ersten Runde von Wimbledon im Jahr 2010 den Franzosen Nicolas Mahut besiegte.Doch davon abgesehen hat der US-Amerikaner nie für großes Aufsehen in Wimbledon gesorgt. In den letzten beiden Jahren zog er jeweils in die dritte Runde an der Church Road ein. Doch zu mehr hat es bisher nicht gereicht. Immerhin verlor er in 2014 und 2015 gegen zwei sehr kompetente Rasenspieler, Marin Cilic und Feliciano Lopez, und nicht wie im Jahr 2012 gegen den Sandplatzexperten Nicolas Almagro.

Abseits der Australian Open und French Open ist das Jahr von Isner bisher noch nicht so verlaufen, wie sich der ambitionierte Amerikaner das vorgestellt hat. Gerade einmal sechs Matches gewann Isner in 2016 abseits der Grand-Slam-Turniere. Auch beim einzigen Vorbereitungsturnier auf Rasen in Queen’s war schon in de zweiten Runde Schluss. Hier in Wimbledon hat sich Isner bisher vor allem als nervenstark gezeigt. Gegen Marcos Baghdatis und Matthew Barton verlor er keinen Satz und gewann insgesamt fünf Tiebreaks. Wenig überraschend hat Isner dann auch die Nase vorn bei der Statistik der meist geschlagenen Asse in diesem Turnier. Insgesamt gelangen ihm 76 Asse in den ersten beiden Runden.

Jo-Wilfried Tsonga – ein fast perfekter Rasenspieler

Was die Asse angeht, kann Jo-Wilfried Tsonga nicht mit seinem Drittrundengegner mithalten. Bisher konnte er 17 direkte Service-Winner verbuchen. Doch auch der Franzose zog ohne große Probleme in die dritte Runde ein. Tsonga erreichte in der Vergangenheit schon zwei Mal das Halbfinale in Wimbledon. Dabei besiegte er unter anderem im Jahr 2011 Roger Federer in einem denkwürdigen Match. In den letzten drei Jahren war allerdings jeweils vor dem Viertelfinale Schluss. Doch verlor Tsonga dabei einmal gegen Novak Djokovic und in 2015 gegen Gewaltaufschläger Ivo Karlovic. Auch Tsongas Jahr lief noch nicht so wie gewünscht, vor allem auch weil Tsonga immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat. Bei den French Open musste er wegen einer Adduktorenverletzung aufgeben. Auch die Rasensaison vor Wimbledon musste Tsonga komplett aussetzen.

Hier geht es zu den Livescores des sechsten Spieltages – Isner gegen Tsonga ist das vierte Match nach 12:00 Uhr (MESZ) auf Court 1!

Im direkten Vergleich zwischen beiden Spielern führt Isner mit 3:1. Isner besiegte Tsonga dabei sowohl auf Hartplätzen als auch im Davis Cup Viertelfinale 2012 auf Sand. Nur im Jahr 2011 beim Hallen-Turnier in Paris-Bercy setzte sich Tsonga durch. Das letzte Match zwischen beiden Spielern liegt allerdings schon fast vier Jahre zurück. Isner besitzt den wohl besten Aufschlag der Welt. Aber dafür mangelt es ihm an der vielleicht wichtigsten Fähigkeit überhaupt auf dem Rasen, nämlich der Beinarbeit. Muss Isner sich zu sehr bewegen oder wird in unangenehme Positionen beim Return gebracht, verliert er zu häufig die Punkte. Jo-Wilfried Tsonga hat hingegen viele Fähigkeiten die einen absoluten Topspieler auf Rasen ausmachen. Er bewegt sich gut, ist explosiv und hat die nötige Variabilität, um seinen Gegnern nie zu viel Rhythmus zu geben.

Sehr viel wird von Isners Aufschlag abhängen

Diebetsson-Quotensehen Tsonga als leichten Favoriten (1,77 zu 2,05). Doch um seiner Favoritenstellung gerecht zu werden, muss Tsonga beim Return eine gute Leistung zeigen. Der Rückschlag war in den letzten Jahren das Problem des Franzosen auf dem Rasen. Auch in den verlorenen direkten Duellen gegen Isner lag hier sein größtes Problem. Von der Grundlinie hat Tsonga klare Vorteile gegenüber seinem amerikanischen Gegner. Die Aufschlagsleistung von Isner in Wimbledon war allerdings bisher herausragend. Er bekam 70 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld und gewann dann 85 Prozent der Punkte. Sollte ihm am Samstag eine ähnliche Leistung beim Serve gelingen, hat Isner eine gute Chance, wieder als Sieger den Platz zu verlassen.

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Samstag
02.07.2016, 07:21 Uhr