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Wimbledon pumpt 50 Millionen Pfund in britischen Tennisverband LTA

Der britische Tennisverband (Lawn Tennis Association, LTA) hat zum ersten Mal in der Geschichte eine deftige Finanzspritze von Wimbledon erhalten. Das traditionsreiche Grand-Slam-Turnier soll im Jahr 2019 mehr als 50 Millionen Pfund (56 Millionen Euro) in die Basisarbeit des britischen Tennissports gesteckt haben.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.05.2020, 18:21 Uhr

Wie die Daily Mail berichtet, gingen zehn Prozent der Summe an die kleineren Rasenturniere, die LTA jährlich austrägt und 2020 wie Wimbledon selbst der spielfreien Zeit aufgrund der Coronavirus-Krise zum Opfer gefallen waren.

Der britische Verband bilanzierte mit 175 Millionen Pfund an Eigenkapital und verbleibt damit trotz der Pandemie in einer starken finanziellen Position. Durch eine Versicherung konnte Wimbledon zwar die Verluste durch den heurigen Ausfall des Events teilweise abfedern, erwartet allerdings trotzdem Einbußen im Umsatz in Höhe von 30 Prozent.

Dennoch wurden rund 50 Prozent der insgesamt 279 Mitarbeiter der LTA in staatlich geförderte Kurzarbeit geschickt. Aufgrund der guten Finanzen muss sich der Verband nun einiges an Kritik gefallen lassen, nicht auf das Programm verzichtet zu haben. Der CEO Scott Lloyd verzichtet auf 20 Prozent seines Gehalts.

"Der aktuelle Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 ist gänzlich anders. Unsere Verantwortung ist es, das langjährige Wachstum und die Zukunft des Tennissports in Großbritannien abzusichern. Das Kurzarbeit-Regimen unterstützt Organisationen wie die LTA bei ihren Zielen", teilte ein Sprecher mit. Das Ziel bleibt eine Steigerung in der Anzahl an aktiven TennisspielerInnen in der Union.

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23.05.2020, 20:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.05.2020, 18:21 Uhr