"Wir haben es verdient": Der Ü-30-Klub überzeugt im Davis Cup

Auch ohne Alexander Zverev wird das deutsche Davis-Cup-Team seiner Favoritenrolle gegen Peru mit einem 4:0 gerecht.

von SID
zuletzt bearbeitet: 07.02.2026, 17:43 Uhr

Deutschland ließ gegen Peru nichts anbrennen
© Getty Images
Deutschland ließ gegen Peru nichts anbrennen

Erleichtert klatschten Tim Pütz und Kevin Krawietz nach dem Matchball miteinander ab. Das 6:0, 2:6, 6:4 des erfahrenen Doppels gegen die Peruaner Ignacio Buse/Conner Huertas del Pino war gleichbedeutend mit dem 3:0 und dem vorzeitigen Weiterkommen der deutschen Davis-Cup-Auswahl. In Abwesenheit des Aushängeschildes Alexander Zverev konnte sich Teamkapitän Michael Kohlmann in Düsseldorf auf seinen Ü30-Klub verlassen - auch wenn Pütz (38) und Krawietz (34) nach furiosem Beginn kämpfen mussten.

"Die Peruaner haben im ersten Satz angetäuscht", sagte Krawietz nach dem Spiel mit einem Schmunzeln. Tatsächlich war ihr 17. Sieg im 19. Davis-Cup-Spiel ein weitaus härteres Stück Arbeit, als es zunächst den Anschein hatte. Zu Beginn überrollte das Duo das peruanische Doppel förmlich: Bereits nach 19 Minuten holten sich beide den ersten Satz, sie gaben dabei lediglich drei Punkte ab.

Doch der Underdog berappelte sich und bestrafte den nachlässigen Favoriten mit dem ersten Satzgewinn der Quali-Runde überhaupt. Ein Weckruf für Pütz und Krawietz, die fortan das Tempo verschärften und den finalen Satz schließlich souverän zu Ende spielten.

Hanfmann plädiert für größere Wertschätzung

So wurde der zweite deutsche Anzug seinem Favoritenstatus doch noch gerecht. Bereits am Freitag hatten sowohl Yannick Hanfmann (34) als auch Jan-Lennard Struff (35) ohne Satzverlust ihrem Team den Weg gewiesen.

Im Anschluss an sein Auftaktmatch plädierte Hanfmann dementsprechend selbstbewusst dafür, die Erfolge ohne den in der Regel abwesenden Zverev stärker wertzuschätzen: “Wir machen das sehr gut, wenn man überlegt, dass wir uns auch ohne ihn die letzten Jahre fast immer für die Finals qualifiziert haben.”

Auf die Frage, ob es ihn wundere, dass er gemeinsam mit Struff bei einer Absage Zverevs konstant nominiert werde, stellte Hanfmann klar: "Es wundert mich nicht, ich bin Top 100 in der Welt, Struffi ebenfalls, wir haben es verdient." Auch ohne Zverev, der aufgrund seines engen Terminkalenders absagte, funktioniere "der Ü-30-Verein" gut.

Engel macht auf sich aufmerksam

Noch weit entfernt vom gehobenen Tennisalter ist dagegen Nachwuchstalent Justin Engel. Da das deutsche Weiterkommen nach dem 3:0 aufgrund des Best-of-five-Formats bereits gesichert war, kam der 18 Jahre alte Kaderspieler in der ausverkauften Düsseldorfer Arena noch zu seinem Heimdebüt im Davis Cup. Nach 6:3, 6:7 (4) bezwang er Gonzalo Bueno im Match-Tie-Break mit 10:6 - der 4:0-Endstand.

Damit ist der erste von zwei Schritten auf dem Weg zum Finalturnier in Bologna gegangen. 33 Jahre nach dem bis dato letzten Davis-Cup-Titel muss Deutschland im September die letzte Hürde nehmen: Es wartet der Sieger der Partie Kroatien gegen Dänemark.

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07.02.2026, 19:51 Uhr
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