WTA Indian Wells: Wen sehen wir im Halbfinale - die gute oder die schlechte Jelena Ostapenko?

Jelena Ostapenkos Spiel unterliegt in der Regel großen Schwankungen. Beim WTA-Tour-1000-Turnier in Indian Wells läuft es gerade mal wieder sehr gut für die 24-jährige French-Open-Siegerin von 2017.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 15.10.2021, 14:24 Uhr

Bei Jelena Ostapenko weiß man nie, was man bekommt
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Bei Jelena Ostapenko weiß man nie, was man bekommt

Philipp Kohlschreiber hat vor einer Partie gegen Fabio Fognini einmal angemerkt, dass man nie wisse, was man vom Italiener zu erwarten habe: den guten Fabio oder den schlechten. In den vergangenen Jahren haben sich die Ausschläge bei Fognini ein wenig reduziert, der Masters-Titel in Monte Carlo 2019 hat das Einsetzen einer gewissen Altersweisheit flankiert. Jelena Ostapenko hat spielerisch so ziemlich gar nichts gemein mit Fabio Fognini - außer vielleicht das: Auch bei ihr weiß die Gegnerin nie, was sie bekommt.

In Indian Wells ist das dieser Tage absolutes Spitzentennis, wie nicht nur Iga Swiatek, eine von Ostapenkos Nachfolgerinnen als French-Open-Siegerin, zu spüren bekam. Ostapenko hat im Laufe des Turniers auch Shelby Rogers (Siegerin gegen Branchenprima Ashleigh Barty bei den US Open) oder Yulia Putintseva geschlagen. Und im Doppel mit Partnerin Lyudmila Kichenok ebenfalls das Halbfinale erreicht. Dort allerdings war gegen Elena Rybakina und Veronika Kudermetova Schluss.

Azarenka in Indian Wells schon zweimal erfolgreich

Wichtiger wäre da schon ein Weiterkommen im Einzel, es wartet mit Victoria Azarenka eine Spielerin, die wie Ostapenko auch schon bei einem Major erfolgreich war. Azarenkas Lieblingsturnier sind in Sachen Erfolg die Australian Open, die sie 2012 und 2013 für sich entschied. Im vergangenen Jahr kam nach einer viereinhalbjährigen Durststrecke für Azarenka endlich wieder ein Titel dazu, sie gewann das von Cincinnati nach New York verlegte Vorbereitungsturnier auf die US Open (Naomi Osaka konnte da allerdings zum Finale nicht antreten). Insgesamt hält Azarenka bei 21 Titeln, zwei davon hat sie in Indian Wells errungen (2012 und 2016).

Ostapenko kommt derweil nur auf vier. Nach ihrem Coup in Roland Garros 2017 konnte die Lettin noch in Seoul, Luxemburg und in diesem Jahr in Eastbourne reüssieren. Der Untergrund scheint also keine Rolle zu spielen - wenn Jelena Ostapenko sich spürt, kann sie auf allen Belägen gewinnen. In Indian Wells könnte es mit dem zweitgrößten Titel ihrer Karriere klappen, auch in Hinblick auf die möglichen Finalgegnerinnen. Denn weder Ons Jabeur noch Paula Badosa haben bislang ein Event der Größenordnung von Indian Wells gewonnen, Ostapenko und Azarenka dagegen schon ein Level höher reüssiert.

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

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