Kehrt Maria Sharapova nicht zurück?

Der Chef des russischen Tennisverbands zweifelt daran, das „Masha“ ihre Tenniskarriere nach dem Dopingvorfall fortsetzt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 19.05.2016, 13:17 Uhr

LOS ANGELES, CA - MARCH 07: Tennis player Maria Sharapova reacts as she addresses the media regarding a failed drug test at The LA Hotel Downtown on March 7, 2016 in Los Angeles, California. Sharapova, a five-time major champion, is currently the 7t...

„Ich bin entschlossen, wieder Tennis zu spielen und hoffe, ich werde die Chance dazu haben“, so äußerte sichMaria Sharapovakurz nach ihrem Dopinggeständnis auf Facebook. Die 29-jährige Russinhatte am 7. März öffentlich gemacht, dass sie im Januar bei den Australian Open positiv auf das Medikament Meldonium getestet worden sei. Hat sich die einstige Zuversicht in Sharapovas Worten nun in Luft aufgelöst? Der russische Tennispräsident Shamil Tarpischev bezweifelt jedenfalls, dass die fünffache Grand-Slam-Siegerin auf die Profibühne zurückkehrt. „Es ist fraglich, ob Maria Sharapova ihre professionelle Karriere fortsetzt – sie ist in einer sehr schlechten Lage“, sagte der 68-jährige Funktionär gegenüber der russischen Fachagentur „R-Sport“, wie die Plattform „Ubitennis“ berichtet.

Ungereimtheiten und Meinungswechsel im Dopingfall Sharapova

Die Aussage verwundert, hatte Tarpischev doch im März gegenüber russischen Medien das Gegenteil behauptet: „Das ist alles Blödsinn. Ich denke, dass Sharapova bei Olympia (in Rio de Janeiro) spielt. Maria wird ihre Karriere nach all dem fortsetzen.“ Fraglich bleibt, was den Verbandspräsidenten zu diesem Meinungsumschwung bewogen hat.Rund um den offiziellen Anhörungstermin im Fall Sharapova– von der International Tennis Federation (ITF) für den 18. Mai angesetzt – gibt es jedenfalls Unklarheiten. Laut Tarpischev findet die Doping-Anhörung nicht vor Juni statt: „Die Sache geht erst voran, wenn zwei Labors ihre Informationen über das Präparat (Meldonium) veröffentlichen“, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur „Tass“.

Von einem Freispruch bis zu einer vierjährigen Sperre sei im Fall Sharapova alles möglich, die seit dem 12. März provisorisch durch die ITF suspendiert ist. Neulich wurde bekannt: Athleten, die vor dem 1. März 2016 mit weniger als einem Mikrogramm des Herzmittels erwischt worden waren, dürfen auf Gnade hoffen, da der Abbau des Medikaments doch nicht nur einige Tage dauert, wie ursprünglich angenommen wurde. Olivier Niggli, designierten Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, hatte Ende April allerdings auf eine Verurteilung gedrängt.Niggli erklärte der „Gazzetta dello Sport“, dass die Werte in Sharapovas Tests „eindeutig“ seien. Letztendlich habe die ITF aber das alleinige Entscheidungsrecht bezüglich einer möglichen Sperre.

von tennisnet.com

Donnerstag
19.05.2016, 13:17 Uhr