Timea Bacsinszky dankt Heilsbringer Stan Wawrinka

Dieser Ratschlag von "Stan, the Man" brachte die 27-jährige Schweizerin zurück in die Erfolgsspur...

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 09.11.2016, 00:00 Uhr

Stan Wawrinka, Timea Bacszinsky

Die Situation war verfahren, Timea Bacsinszky steckte zu Saisonbeginn in der sportlichen Sackgasse. Bis zum WTA-Premier-Mandatory-Turnier in Indian Wells gelangen der Schweizerin nur drei Siege. Durch die Nachwirkungen einer Knieverletzung und Verpflichtungen als Top-Ten-Spielerinkonnte die 27-Jährige nicht an die starke Form des Vorjahres anknüpfen. Die Trendwende folgte noch in der kalifornischen Wüste, wo Bacsinszky mit Stan Wawrinka über die Gründe ihrer Krise sinnierte. Fazit: Die Zeit der Ausreden muss ab sofort vorbei sein. Ständig habe sie die Presse auf ihre Verletzung angesprochen. "Stan sagte mir: ,Hör' auf, die Verletzung als Ausrede zu benutzen'", wird die Weltranglisten-15. von "tennis.com" zitiert.

Die Worte fruchteten: In Miami erreichte Bacsinszky das Halbfinale, nachdem sie sich unter anderem gegen Agnieszka Radwanska und Simona Halep durchsetzen konnte. Auf Sand folgten der Titelgewinn in Rabat sowie die Viertelfinalteilnahmen in Rom und Roland Garros. Bacsinszky kehrte in die Top Ten zurück und war im Mai Weltranglisten-Neunte (Career High). Vor allem die Arbeitseinstellung von Wawrinka habe sie beeindruckt: "Er hat mich enorm inspiriert. Er ist ein harter Arbeiter, das ist sein Talent." Doch nicht nur die tadellose Berufsauffassung verbindet. Beide wurden in Lausanne geboren und hör(t)en auf denselben Trainer. Der Franzose Dimitri Zavialoff führte Wawrinka einst aus dem Juniorenbereich in die erweiterte Weltspitze. Bacsinszky übernahm er im August 2013 und war seitdem maßgeblich an ihrer Erfolgsgeschichte beteiligt. Der Coach hat seinen Wohnsitz ebenfalls in Lausanne, wo man sich offenbar auch in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite steht.

von Björn Walter

Mittwoch
09.11.2016, 00:00 Uhr