Alexander Zverev in Monte-Carlo: Bislang war nur das Halbfinale drin

Alexander Zverev geht als Nummer drei gesetzt in das ATP-Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo. In seiner Wahlheimat hat es die deutsche Nummer eins noch nie weiter als bis ins Halbfinale geschafft.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.04.2026, 11:05 Uhr

Alexander Zverev am Sonntag in Monte-Carlo
© Getty Images
Alexander Zverev am Sonntag in Monte-Carlo

14 Matchsiege bei neun Niederlagen. Das ist die Bilanz, mit der Alexander Zverev in das ATP-Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo 2026 startet. Das heißt also, dass Zverev bei seinen bisherigen neun Teilnahmen im Schnitt weniger als zwei Partien im Fürstentum gewinnen konnte. Im letzten Jahr etwa gar keine: Da war Zverev an Position eins gesetzt gestartet, musste sich aber gleich im ersten Match Matteo Berrettini geschlagen geben. 

Begonnen hat die Geschichte vor nunmehr auch schon zehn Jahren. Da schlug ein junger Alexander Zverev einen ebenso noch jungen Andrey Rublev glatt in zwei Sätzen, ehe danach das Aus gegen Marcel Granollers folgte. Ja, der Spanier war auch mal ein richtig guter Einzelspieler. 

Im Jahr darauf gelangen Zverev schon zwei Siegen (gegen Andrea Seppi und Feliciano Lopez), im Achtelfinale gönnte ihm Rafael Nadal aber nur zwei Spielgewinne. 2018 kam dann der erste (von insgesamt zwei) Auftritten im Halbfinale, dort musste sich Zverev aber Bei Nishikori in drei Sätzen geschlagen geben. 

Zverev scheitert zwei Mal an Tsitsipas

2019 war in Monte-Carlo bekanntlich das Jahr (oder vielmehr: die Woche) des Fabio Fognini, dem auch Alexander Zverev zum Opfer fiel. Und zwar im Achtelfinale, nachdem er zuvor Félix Auger-Aliassime glatt bezwingen konnte. Nach der Corona-Pause war die ATP-Tour 2021 wieder zurück in Monte-Carlo, Zverev fing sich im zweiten Match eine eher unerwartete Niederlage gegen David Goffin ein. 

Zwölf Monate später sah es da schon deutlich besser aus, zumal Zverev im Viertelfinale einen Thriller gegen Jannik Sinner für sich entscheiden konnte. Der Auftritt in der Vorschlussrunde gegen Stefanos Tsitsipas geriet mit dem 4:6 und 2:6 aber sehr kurz und schmerzvoll. 2023 folgte im Achtelfinale die beinahe legendäre Niederlage gegen Daniil Medvedev, bei der sich Letzterer mal wieder von seiner schlechteren Seite zeigte. Nicht spielerisch. Aber dem Verhalten auf dem Court nach. 

Und dann war es 2024 erneut Stefanos Tsitsipas, an dem Zverev abprallte. Wenn auch nicht so deutlich wie zwei Jahre zuvor. 

Auftakt gegen Garin

Warum es im feudalen Country Club noch nicht mit dem ganz großen Coup für Alexander Zverev geklappt hat, darüber lässt sich nur mutmaßen. Schließlich hat er die anderen beiden 1000er auf Sand in Madrid und Rom schon jeweils zwei Mal gewonnen. Vielleicht ist es ja so, dass Zverev immer ein bisschen Zeit braucht, um nach einem Belagwechsel in Schwung zu kommen. Und vor Monte-Carlo auf Sand zu wechseln, das kommt für einen Spieler wie die aktuelle Nummer drei der Welt eher nicht in Frage. 

Die 2026er-Kampagne beginnt Zverev gegen einen alten Bekannten, nämlich Cristian Garin aus Chile. Der führt im Head-to-Head mit Zverev übrigens mit 2:1-Siegen.

Hier das Einzel-Tableau in Monte-Carlo 


 

von Jens Huiber

Dienstag
07.04.2026, 11:36 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.04.2026, 11:05 Uhr