Amanda Anisimova: Neuer Coach, neuer Schläger, neues Jahr, neues Glück?

Amanda Anisimova(WTA-Nr. 61) hatte 2019 ihren großen Durchbruch auf der Tour - bis die im Spätsommer ein großer Schicksalsschlag traf. Nun greift die 20-Jährige wieder an.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 13.01.2022, 20:39 Uhr

Amanda Anisimova
© Getty Images
Amanda Anisimova

Anisimova hatte bereits als Juniorin auf sich aufmerksam gemacht, spätestens 2017 mit dem Sieg bei den US Open, im Finale übrigens gegen Cori Gauff. Knapp zwei Jahre später dann war sie voll im Bewusstsein der Tennis-Öffentlichkeit angekommen, als sie bis ins Halbfinale der French Open kam, unter anderem nach einem Sieg über Titelverteidigerin Simona Halep./

Zuletzt hatte man allerdings wenig von der US-Amerikanerin gehört, leider. Im August 2019 war ihr Vater und Coach Konstantin völlig überraschend gestorben, mit nur 53 Jahren. Anisimova rang seither um gute Ergebnisse, rutschte von Platz 21 der Welt aus den Top 80.

2022 aber könnte wieder ihr Jahr werden. In der Vorwoche holte sie sich ihren ersten Turniersieg überhaupt auf WTA-Ebene, in Melbourne. Und das mit neuem "Material" an ihrer Seite: Zum einen hat sie ihren guten alten Babolat Pure Drive gegen einen Wilson-Racket getauscht, zum anderen arbeitet sie auf Probebasis mit einem der angesehensten Coaches zusammen - mit Darren Cahill. Der hatte ja bereits Lleyton Hewitt, Andre Agassi und zuletzt Simona Halep betreut, allesamt mit gigantischem Erfolg.

Anisimova mit Darren Cahill auf Probe

Sie habe Cahill in der Off-Season angefragt, erklärte Anisimova in Melbourne. "Wir haben gerade angefangen und lernen uns kennen", sagte sie. Anisimova aber hegt, erst recht nach dem Turniersieg, Hoffnung auf mehr. "Wir schauen mal, wie es läuft, hoffentlich wird es eine längere Beziehung. Ich hoffe sehr, dass das der Fall sein wird."

Ob und inwieweit Cahill seinem neuen Schützling auch während der Australian Open zurseite stehen kann? Scheint noch offen. Denn einige Millionen TV-Fans hoffen ebenfalls auf dessen Expertise. "Wir kriegen schon einen Plan hin", zeigte sich Anisimova optimistisch. "Ich würde mich jedenfalls freuen, aber ich weiß, dass er einiges fürs Fernsehen zu tun hat. Wir schauen mal."

Eine Nachricht an ihren Vater hatte Anisimova nach ihrem Sieg auch verschickt. "Ich vermisse dich", schrieb sie auf Instagram. "Ich würde mir wünschen, du könntest mir eine lustige Nachricht schicken, wie du's immer getan hast, wenn ich gewonnen habe. Aber ich weiß, du bist stolz auf mich."

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von Florian Goosmann

Donnerstag
13.01.2022, 20:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.01.2022, 20:39 Uhr