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Andy Murray sieht NextGen noch recht weit von "Big Three" entfernt

Andy Murray hat am Rande des ATP-250-Events von Marseille über die derzeitige Gemengelage im Herren-Tennis gesprochen. Und sieht dabei die alteingesessenen Vertreter noch recht weit von deren jungen Verfolger entfernt. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 22.02.2021, 21:08 Uhr

Für Daniil Medvedev war gegen Novak Djokovic vergangenen Samstag kein Kraut gewachsen
Für Daniil Medvedev war gegen Novak Djokovic vergangenen Samstag kein Kraut gewachsen

Es war eine beeindruckende Machtdemonstration, die Novak Djokovic am Sonntagmorgen europäischer Zeit in der australischen Rod Laver Arena auf den Platz zauberte. Überraschend klar stoppte der Mann aus Belgrad die 20 Spiele andauernde Siegesserie von Daniil Medvedev und krönte sich zum bereits neunten Mal zum Champion in Down Under. Es ist der bereits 18. Grand-Slam-Sieg des Serben. 

Und es ist wieder ein Grand-Slam-Sieg für die sogenannten "Big Three", ein Grand-Slam-Sieg für ein Mitglied der elitären Runde rund um Rafael Nadal, Roger Federer und eben Novak Djokovic. Einige Zeit Teil gewissermaßen dieses Klubs, die Nummer vier der "Big Four", war auch Andy Murray, der nun seit geraumer Zeit mit teils schwerwiegenden Verletzungen zu kämpfen hat. Bei den Australian Open etwa musste der Schotte seinen Start absagen, konnte sich nicht fristgerecht von einem positiven COVID-19-Test erholen. 

Dementsprechend wenig Beachtung habe Murray dem ersten Grand Slam des Jahres auch geschenkt, wie dieser am Rande des ATP-250-Events von Marseille erklärte, wo Murray in dieser Woche an den Start gehen wird. "Ich habe nichts angeschaut, es war zu schmerzhaft, weil ich wirklich gerne dort gewesen wäre", zitierte die französische Journalistin Carole Bouchard den dreifachen Grand-Slam-Champion via Twitter. 

Thiem triumphiert in New York - nach Djokovic-Disqualifikation 

So hat der Schotte auch nur ganz nebenbei mitbekommen, wie sich eben Novak Djokovic abermals zum Champion von Melbourne krönte, wie eben abermals die junge Generation hinter den "Big Three" an der Dominanz eben jener scheitern sollte. Für Murray sei dies ein Indiz, dass die "NextGen" eben "noch nicht so nah dran" sei an den großen Dreien, dass der Triumph von Dominic Thiem zu einem nicht unwesentlichen Teil der Disqualifikation des aktuellen Weltranglistenersten Djokovic geschuldet gewesen sei. 

"Die jüngeren Jungs haben für mich nicht gezeigt, dass sie besonders nah dran sind", zitierte Ubitennis.com den Schotten. "Offensichtlich ist das, was bei den US Open passiert ist, (Anm. Dominic) Thiem hat getan, was er tun musste, um das Event zu gewinnen, aber wenn Novak (Anm. Djokovic) nicht einen Ball in Richtung Kehle der Linienrichterin geschossen hätte, wäre es das gleiche Ergebnis (Anm. wie bei den Australian Open 2021), denke ich."

Tatsächlich war der Triumph von Dominic Thiem der erste Sieg eines Mitglieds der Generation hinter den großen Drei. Während deren Regenz haben es neben den "Big Three" nämlich lediglich Andy Murray, Stan Wawrinka, Marin Cilic und Juan Martin del Potro geschafft, einen Major-Triumph einzufahren. Und jetzt eben auch der Österreicher Dominic Thiem. Jedoch ohne auf dem Weg dorthin Federer, Nadal oder Djokovic besiegen zu müssen. 

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von Michael Rothschädl

Montag
22.02.2021, 21:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.02.2021, 21:08 Uhr

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