Andy Murray über Federer-Feier in London: "Verdiene solch einen Abschied nicht"

Andy Murray hat sein Karriereende aufgeschoben - auf unbekannte Zeit. Klar ist für ihn aber, dass er einen Abschied wie Roger Federer beim Laver Cup in London nicht haben wird.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 03.10.2022, 10:57 Uhr

Andy Murray und Roger Federer beim diesjährigen Laver Cup
© Getty Images
Andy Murray, Roger Federer

Es war ja schon kurz vor knapp bei Sir Andy: 2019 hatte er bei den Australian Open mehr oder weniger seinen Rücktritt vom Tennis erklärt, man hatte in Australien sogar bereits ein entsprechendes Video mit den Lobeshymnen der Kolleginnen und Kollegen angefertigt./

Murray aber durchlief eine so erfolgreiche Operation an der Hüfte, dass er wenige Monate später bereits wieder auf dem Platz stand, und aktuell? Will der Schotte noch nicht an ein Karriereende denken. "Momentan mache ich mir darüber noch keine Gedanken", erzählte Murray im Rahmen des Laver Cups in London. Der stand freilich vor allem unter dem Spektakel des Abschieds von Roger Federer, und insofern war für Murray auch klar: "Aber ich verdiene sicherlich nicht solch eine Verabschiedung wie hier", sprach er lachend.

"Roger hat sich diesen Abend verdient. Dass die Jungs von draußen dabei waren. Das hat es sehr speziell gemacht. Er werde wohl kein derartiges Abschiedamatch haben", so Murray.

Er würde vermutlich ankündigen, wenn er sein letztes Turnier spiele, "aber wann das sein wird, weiß ich nicht". Er spiele nach wie vor konkurrenzfähiges Tennis, fühle sich körperlich gut. Er müsse nur eben endlich die knappen Niederlagen gegen die Topspieler in Siege drehen, "so einfach ist es."

Murray wieder unter den Top 50

Denn obwohl Murray nach seiner OP in 2019 wieder schnell auf dem Court stand, hat es mit dem erneuten Sprung nach ganz vorne noch nicht geklappt. zu viele kleinere körperliche Probleme hatten ihn immer wieder zu Pausen gezwungen. Und aufgrund der schlechteren Weltranglistenposition war er früh in Turnieren auf starke Gegner getroffen.

Zuletzt hat sich Murray, in 2016 und 2017 die Nummer 1 der Welt, wieder unter die Top 50 verbessert. Aktuell ist er auf Rang 46 notiert.

Seinen nächsten Auftritt hat er in Antwerpen (ab 17. Oktober) geplant. Hier hat er 2019 gewonnen.

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von Florian Goosmann

Montag
03.10.2022, 15:25 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.10.2022, 10:57 Uhr

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