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Angelique Kerber: US Open unter Vorbehalt - Bianca Andreescu dabei

Angelique Kerber hat ihre Bereitschaft zur Teilnahme an den US Open signalisiert - allerdings unter Vorbehalt. "Wenn ich den Eindruck habe, dass die Sicherheit aller in New York gewährleistet ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen, dann kann es von mir aus losgehen", sagte die 32-Jährige in ihrem wöchentlichen Podcast "Lunch Break mit Angie Kerber".

von SID
zuletzt bearbeitet: 18.06.2020, 15:21 Uhr

Sie werde vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Entwicklung in den kommenden Wochen, "vor allem in den USA", sehr genau beobachten: "Natürlich wollen wir so bald wie möglich wieder spielen, aber es geht zunächst um die Sicherheit aller Beteiligten. Dass die gewährleistet ist, hat für mich oberste Priorität."

Dass möglicherweise nur eine Begleitperson zugelassen ist, sieht Kerber derzeit nicht als großes Problem. "Bis Ende August ist es noch lange hin, mal sehen, wie die Regeln letztlich sein werden, wie viele Personen man mitbringen darf und wie viele auf die Anlage dürfen", sagte sie in dem Podcast ihres Sponsors Generali. Die Bedingungen müssten allerdings fair "und für alle gleich sein".

Kerber befindet sich seit einiger Zeit wieder im Training, "Fitness, Tennis, eigentlich eine normale Vorbereitung". Aufgrund der längeren Auszeit liege "harte Arbeit" vor ihr, aber: "Ich habe jetzt wirklich lange genug pausiert."

Titelverteidigerin Bianca Andreescu sagt zu

Nach Serena Williams hat auch Titelverteidigerin Bianca Andreescu ihre Zusage für die US Open (31. August bis 13. September) gegeben. Die 20-jährige Kanadierin erklärte, sie habe "keine Zweifel, dass die USTA den besten Plan entworfen hat, um unsere Sicherheit zu ermöglichen". Im vergangenen Jahr hatte Andreescu im Finale in Flushing Meadows gegen Williams ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen.

Mit Erlaubnis des Bundesstaates New York kann das Hartplatz-Turnier im geplanten Zeitraum stattfinden, Zuschauer sind jedoch nicht erlaubt. Auch die Qualifikation entfällt. Um die Sicherheit der Spieler in Coronazeiten zu garantieren, wird die Veranstaltung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt. Mehrere Topspieler hatten dies scharf kritisiert.

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic etwa mokierte sich darüber, dass nur ein Begleiter pro Spieler zugelassen werden sollte. Unbehagen hatte auch die vorgesehene Isolierung aller Teilnehmer in einem Hotel am Flughafen JFK hervorgerufen.

Boris Becker teilt diese Meinung, die Kritik einiger Spieler dagegen offenbar nicht. Dass sich einige Profis, darunter der Weltranglistenerste Novak Djokovic, darüber beschweren, dass nur eine Begleitperson pro Spieler erlaubt sein soll und dass geplant ist, alle Teilnehmer in einem Hotel in der Nähe des Flughafens JFK zu kasernieren, konterte der dreimalige Wimbledonsieger mit den Worten: "Wenn Andrew Cuomo (Gouverneur von New York, d. Red.) diese Regeln aufstellt, werden sie richtig sein."

Wenige Stunden vor Andreescu hatte bereits Serena Williams ihre Teilnahme bestätigt - und damit auch ihren Trainer Patrick Mouratoglou überrascht. Dieser hatte große Zweifel gehegt und der BBC erklärt, er halte es "für unwahrscheinlich, dass sie drei Wochen auf ihre Tochter Olympia verzichtet".

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von SID

Donnerstag
18.06.2020, 11:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.06.2020, 15:21 Uhr