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Anna Kalinskaya erhebt schwere Vorwürfe gegen Mouratoglou-Akademie

Wieder einmal steht Patrick Mouratoglou unter Beschuss. Diesmal allerdings geht es um den Ruf seiner Akademie in Zusammenhang mit seiner Juniorenarbeit.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 14.02.2026, 22:30 Uhr

Anna Kalinskaya
© Getty Images
Anna Kalinskaya

In einem kürzlich veröffentlichten Podcast-Interview sprach Anna Kalinskaya über die dunkelste Phase ihrer Karriere und erhebt dabei schwere Vorwürfe gegen die Akademie von Patrick Mouratoglou, wo sie vor ihrem Durchbruch auf der WTA-Tour trainierte. Die Trainingsintensität sei für sie in jungen Jahren deutlich zu hoch gewesen, insbesondere im Vergleich zu ihrem bisherigen Pensum. Obwohl sich zunächst sportliche Fortschritte einstellten, traten bald erste Rückenschmerzen auf – die bis heute immer wiederkehren und ihre Karriere nachhaltig beeinflussen würden. 

Fehlende Betreuung und ständiger Trainerwechsel

Neben der hohen Belastung kritisiert Kalinskaya vor allem die mangelnde individuelle Betreuung, die sie erlebte. Innerhalb von nur zehn Tagen habe sie etwa mit drei verschiedenen Trainern arbeiten müssen, da die Priorität stets bei den etablierten Profis gelegen habe. Diese fehlende Kontinuität habe ihr allerdings die nötige Stabilität genommen. 

Schatten auf der Karriere

Die körperlichen Folgen ihrer Zeit in der Mouratoglou-Akademie begleiten Kalinskaya angeblich bis heute. Immer wieder zwingen sie Rückenprobleme zu Pausen, medizinischen Behandlungen und Turnierabsagen. Auch in dieser Woche in Doha, wo sie bis ins Viertelfinale vorstieß und erst der späteren Turniersiegerin Karolina Muchova unterlag, spielte die physische Belastung erneut eine Rolle. Ihre Aussagen werfen ein kritisches Licht auf Mouratoglous Trainingsmethoden im Juniorenbereich.

Tabubruch mit Signalwirkung?

Kalinskayas Offenheit ist ungewöhnlich angesichts der Tatsache, dass Kritik an renommierten Akademien selten laut geäußert wird. Ihre Geschichte wirft die Frage auf, wie viel Belastung junge Talente wirklich verkraften müssen und ob sportlicher Erfolg jemals über langfristige Gesundheit gestellt werden darf. Und Patrick Mouratoglou selbst? Der wird sich zweifellos in Bälde dazu zu Wort melden…

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Sonntag
15.02.2026, 09:46 Uhr
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