Aryna Sabalenka: Aus der Topform wird eine Final-Durststrecke
Nach ihrem Achtelfinalaus beim WTA-1000er-Turnier in Cincinnati hofft Aryna Sabalenka auf eine Leistungssteigerung bei den US Open. Gegen diese Erwartung sprechen die letzten Monate der Weltranglistenersten.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
21.08.2026, 11:30 Uhr

Im März brillierte Aryna Sabalenka auf dem US-Hardcourt. Die Belarussin holte sich beide Titel beim Sunshine-Double in Indian Wells und Miami. Zu diesem Zeitpunkt der Saison war Sabalenka nicht nur die bestimmende Person auf der Tour. An ihr war im Grunde kein Vorbeikommen, wenn man ein Wörtchen um einen Titel der großen Events mitreden wollte. Elena Rybakina gelang dieser Schritt im Januar im Finale der Australian Open. Gegen Sabalenka.
Mit dem Titelgewinn beim Saisonauftakt in Brisbane begann Aryna Sabalenka eine Serie von vier Endspielen bei den ersten vier Turnieren in dieser Saison. Doch seit ihrem Titel in Miami wartet die 28-Jährige nun auf eine weitere Finalteilnahme. Inklusive des WTA-Events in Cincinnati gab es in den letzten sieben Turnier-Einsätzen keine Titelchance. Lediglich beim WTA-500er-Turnier in Berlin sprang eine weitere Halbfinalteilnahme heraus.
Noch die Nummer eins in New York?
Wirklich überraschend ist diese Entwicklung allerdings nicht, wenn man den Gesetzen des Tennissports folgt. Die starke Phase im Herbst und Winter 2025/2026, Sabalenka gewann die US Open und die WTA Finals, waren die vielleicht überlegensten Monate, die Aryna Sabalenka in ihrer Karriere durchlief. Es folgt einer gewissen Logik, dass dieser Zeitraum irgendwann ein Ende findet und andere Spielerinnen diese Vormacht durchbrechen.
Aryna Sabalenka muss nun neue Elemente in ihrem Spiel einbauen, um wieder unberechenbarer zu werden. Das ist natürlich verbunden mit dem Druck, der dann doch auf der nach Punkten noch besten Spielerin der Welt lastet. Denn als Titelverteidigerin hat Sabalenka in New York auch viel zu verlieren, bei einem frühen Aus wäre der Platz an der Sonner in der Weltrangliste endgültig futsch. Die Nummer eins könnte sogar noch in dieser Woche fallen, wenn Elena Rybakina im Bundesstaat Ohio weiterhin abliefert.
Selten gab es bisher bei einer Weltranglistenersten den Status, dass der platzende Knoten so wichtig ist. Doch genau so wirkt der Zustand bei Aryna Sabalenka aktuell, die ihre Unantastbarkeit seit März definitiv eingebüßt hat.
