Aryna Sabalenka erntet Kritik nach Podcast mit Russen-Rapper

Eigentlich hatte die Belarussin Aryna Sabalenka bezüglich ihrer Position im Ukraine-Krieg zuletzt stets betont, diesbezüglich neutral bzw. unpolitisch zu sein. Mit der Teilnahme an einem Podcast mit dem Rapper L’One, der angeblich öffentlich die russische Position im Krieg unterstützt, liefert die Weltranglistenerste ihren Kritikern neue Nahrung.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 20.02.2026, 09:23 Uhr

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Nach ihrer Teilnahme am Podcast mit dem russischen Rapper L'One, der angeblich öffentlich den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine unterstützt, gerät Aryna Sabalenka erneut in die Kritik.

Ein schon gewohntes Bild auf der Tour ist es mittlerweile, dass ukrainische Spielerinnen und Spieler ihrem jeweiligen Gegenüber aus Russland oder Belarus nach Beendigung der Matches den obligatorischen Handschlag verweigern. Zudem nutzen die ukrainischen Athletinnen und Athleten auch medial häufig die Gelegenheit, Kritik an der pro-russischen bzw. -belarussischen Haltung bzgl. des Kriegs in der Ukraine öffentlich aufzuzeigen.

Als Nr. 1 der Tennisdamen steht die Belarussin Aryna Sabalenke fast permanent in der Öffentlichkeit und wird häufig zu ihrer Haltung zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine befragt. Um diesem für sie unangenehmen Treiben ein möglichst schnelles Ende zu setzen, bekräftigte die vierfache Grand-Slam-Siegerin stets, in ihrer Rolle als Sportlerin diesbezüglich neutral und unpolitisch zu sein.

Zumindest nicht besonders weitsichtig dürfte diesbezüglich nun ein Podcast-Auftritt der 27-Jährigen in den vergangenen Wochen eingestuft werden. Im „Bench“-Podcast von „First&Red“-Media plauderte die Belarussin mit dem russischen Rapper L’One, der angeblich nicht nur die aggressorische Position Russlands einnimmt, sondern diese sogar auch noch finanziell unterstützen würde.

Eindeutig fielen im Netz die Kommentare ihrer Kritiker in Bezug auf ihre Teilnahme am Interview aus: „…sie war nie neutral. Posieren und feiern mit Lukashenko nach ihren Erfolgen“, „möge sie nie wieder einen Slam gewinnen“, „verbannt Sabalenka vom professionellen Tennissport“, etc. Auch wenn Sabalenka bzgl. des Ukraine-Kriegs weiterhin ihre „neutrale“ Position nach außen hin vertreten wird, hat sie sich diesbezüglich mit diesem Auftritt keinen großen Gefallen getan.

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