Ash Barty: "Ich weiß, dass es der richtige Zeitpunkt für mich war"

Ash Barty hat in einem Interview mit dem Guardian über ihren Rücktritt vom Tennissport und den Status quo der WTA-Tour gesprochen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 12.07.2022, 20:15 Uhr

Ash Barty hat den Tennis- mit dem Golfschläger getauscht
Ash Barty hat den Tennis- mit dem Golfschläger getauscht

Für mitteleuropäische Tennisfans war es ein Erwachen mit dem vielzitierten Paukenschlag, als Ash Barty am 23. März diesen Jahres völlig aus dem Nichts ihren Rücktritt vom Tennissport verkündete. Und das als überlegene Nummer eins der Welt - und gerade einmal 25 Jahren. Bereut hat die Australierin seither nichts, das versicherte diese jedenfalls im Interview mit dem britischen Guardian. 

"Ich bedauere nichts. Ich weiß, dass es die richtige Zeit für mich war. Es war das, was ich tun wollte", sagte die dreifache Grand-Slam-Siegerin. "Ich weiß, dass viele Leute das vielleicht noch nicht verstehen, aber ich hoffe, sie respektieren es, denn es war meine Entscheidung", so Barty, die sich seither die Distanz vom Tennissport genommen habe, die sie schlichtweg gebraucht habe.

Barty verpasste Wimbledon-Finale

Und damit etwa auch das Damen-Endspiel in Wimbledon nicht live vorm Fernseher verfolgte. "Ich habe das Finale von Wimbledon dieses Jahr nicht gesehen. Natürlich habe ich mich sehr für Ons (Jabeur) und Elena (Rybakina) gefreut, sie sind zwei tolle Mädchen, und es war auch toll, Nick (Kyrgios) zu sehen, den ich schon so lange kenne, das Finale zu erreichen", erklärte die Australierin.

Viel habe sich damit jedoch eigentlich gar nicht geändert, denn bereits in aktiven Jahren war Barty kein Freund davon, Matches anderer live zu verfolgen. "Seit ich im Ruhestand bin, habe ich genauso viele Spiele gesehen wie damals, als ich auf Tournee war: praktisch gar keine", so die Australierin. "Manchmal können wir es im Hintergrund laufen lassen, aber ich sitze selten auf der Couch und sehe mir ein Spiel von Anfang bis Ende an."

Barty streut Swiatek Rosen

Die Begründung? Leuchtet ein. "Ich habe in meinem Leben schon genug Bälle geschlagen, da muss ich nicht auch noch sehen, wie andere das tun." Dennoch ist Barty durchaus in der Lage, eine qualifizierte Einschätzung zum Status quo der WTA-Tour zum Besten zu geben: "Wir haben nicht mehr nur ein oder zwei dominante Spielerinnen, sondern viel mehr Unberechenbarkeit. Das liegt nicht daran, dass die WTA schwach ist. Vielmehr ist es so, weil die Tour wirklich stark ist."

Zusammengefasst: "Die Tiefe im Damen-Tennis ist spektakulär." Insbesondere aber eine Dame hat es der Australierin angetan: Iga Swiatek. "Sie ist ein unglaubliches Talent, ein außergewöhnlicher Mensch und ein sehr nettes Mädchen. Ich liebe sie und ihr Team so sehr, und ich könnte nicht stolzer sein, dass sie sich die Nummer eins geschnappt hat. Denn sie spielt das Spiel auf die richtige Art und Weise und hat eine Menge Energie und Charisma."

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von Michael Rothschädl

Dienstag
12.07.2022, 21:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.07.2022, 20:15 Uhr

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