Ashleigh Barty - Eine Weltreise mit reichem Ertrag

Wimbledon-Siegerin Ashleigh Barty wird erst in ein paar Monaten nach Australien heimkehren. Die Reise rund um den Tennis-Globus hat sich jetzt aber schon gelohnt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 13.07.2021, 20:39 Uhr

Ein herrlich erfolgreiche Reisegruppe - mit Ash Barty und Craig Tyzzer im Zentrum
© Getty Images
Ein herrlich erfolgreiche Reisegruppe - mit Ash Barty und Craig Tyzzer im Zentrum

Nach den Australian Open, die für Ashleigh Barty so überraschend wie enttäuschen schon im Viertelfinale gegen Karolina Muchova zu Ende waren, hat die Weltranglisten-Erste noch einen kurzen Stopp in Adelaide eingelegt. Aber auch da lief es nicht rund, Barty verlor gleich ihr erstes Match gegen Danielle Collins. Unmittelbar danach musste sich die 25-Jährige entscheiden, wann und für wie lange sie Abschied von ihrer Familie nimmt. Die Antworten: eher bald. Und eher für länger.

Denn seit Mitte März hat Ashleigh Barty keinen Fuß mehr auf australischen Boden gesetzt, wohl auch dem Umstand geschuldet, dass nunmehr mehrmalige Major-Champions von den harten Quarantäne-Maßnahmen bei der Einreise Down Under nicht befreit sind. Also haben sich Barty und Coach Craig Tyzzer schon früh darauf eingestellt, ein halbes Jahr aus dem Koffer zu leben. Und ihre Weltreise in Miami begonnen.

Barty gewinnt in Miami und Stuttgart

Mit Blick auf die aktuelle WTA-Weltrangliste kaum vorstellbar, aber: In Florida stand die Spitzenposition Bartys in den Charts auf der Kippe, bei ungünstigem Turnierverlauf hätte Naomi Osaka die Führung übernommen. Die Japanerin aber schied gegen Maria Sakkari aus, Barty verteidigte ihren 2019 gewonnenen Titel mit dem Finalsieg gegen Bianca Andreescu. Der Wechsel nach Charleston und damit auf den grünen Sand fiel nicht ganz zufriedenstellend aus. Gemessen an den jüngsten Leistungen von Paula Badosa ist das Ausscheiden von Barty gegen die Spanierin im Viertelfinale aber als gar nicht schlimm zu bewerten.

Zumal das nächste Erfolgserlebnis ja gleich wenige Tage später in Stuttgart folgte: Barty holte sich den Porsche Tennis Grand Prix mit drei Drei-Satz-Erfolgen en suite. Letztes Opfer war Aryna Sabalenka, die sich dann in Madrid im Endspiel revanchieren sollte. Rom und Paris waren für Ashleigh Barty nur bedingt eine Reise wert, bei beiden Turnieren musste sie wegen Verletzungen aufgeben.

Osaka in Tokio dabei

Was sie rückblickend sicherlich gerne in Kauf nimmt. Denn als jüngster Höhepunkt ist ja der Triumph auf dem heiligen Rasen von Wimbledon vermerkt. Den Barty mit ihrem Freund, ihrer Physiotherapeutin und Coach Tyzzer vor Ort feiern durfte. Sollte die Branchenprima das Heimweh jetzt schon übermannen: Der Trip durch die Tenniswelt zählt auf Seiten der Frauen zu einem der erfolgreichsten der jüngeren Geschichte.

Die Reiseziele Tokio und NewYork City mit möglichen Stopps in Kanada und Cincinnati nimmt Ashleigh Barty aber wohl doch noch mit. Bei den Olympischen Spielen könnte es ein Wiedersehen mit der gerade pausierenden, wohl größten Herausforderin Naomi Osaka geben. Bei den US Open hat Barty im vergangenen Jahr geschwänzt. Nach der Corona-Pause hat sie sich eher der Pflege der Beziehungen in der australischen Heimat gewidmet. Und daraus offensichtlich so viel Stärke gezogen, dass sie im Moment unangefochten an der Spitze der WTA-Rangliste thront.

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Dienstag
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