ASICS Brand Trainer Marc Sieber - "Der Schuh muss passend zum Spielstil gewählt werden"

Schön langsam nehmen die Hobbyspieler auf den Außen-Plätzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Spielbetrieb auf. Wir haben nun bei Marc Sieber, ASICS Brand Trainer, nachgefragt, worauf es bei der Wahl des Schuhs für die Sandplatzsaison ankommt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.04.2022, 10:49 Uhr

Novak Djokovic vertraut seit Jahren auf Schuhe von ASICS
© Getty Images
Novak Djokovic vertraut seit Jahren auf Schuhe von ASICS

tennisnet: Ist Tennisschuh nicht gleich Tennisschuh? Anders gefragt: Warum sollte ich für jeden Belag einen eigenen Schuh habe?

Marc Sieber: Man sollte für jeden Belag einen bestimmten Schuh haben, da man so zum Einen den Untergrund nicht beschädigt und zum Anderen, um so als Spieler*in mit dem Schuh bestmöglich zu performen und bestmöglich auch auf den Untergrund eingestellt zu sein. Es gibt 3 bekannte Sohlenformen für den jeweiligen Untergrund: Fischgräte für den Ascheplatz, All-Court für den Hartplatz, “Glatt” für Teppichboden/Halle.

Genauso wichtig, wie die richtige Außensohle, ist, dass der Schuh auch zum Spielstil des Spielers passt. Deshalb unterscheiden wir bei ASICS 3 verschiedene Spielertypen.

  1. Baseline:
    Für Spielerinnen und Spieler, die sich hauptsächlich an der Grundlinie bewegen und sich durch einen defensiven Spielstil auszeichnen. 
  2. All-Court:
    Für Spielerinnen und Spieler, die sich auf dem gesamten Feld hin und her bewegen (Surf & Volley) und sich durch einen offensiven Spielstil auszeichnen.
  3. Best of Both:
    Vereint die Vorzüge der beiden vorher genannten Spielstilen. Das Modell aus dieser Kategorie ist sowohl stabil als auch dynamisch. 

tennisnet: Was unterscheidet einen Sandplatzschuh grundsätzlich von einem Hartplatzschuh?

Sieber: Der Sandplatzschuh hat die sogenannte Fischgrätenmuster-Außensohle, diese ermöglicht einen guten Grip und optimiert die seitliche Bewegung/Sliden. Der Hartplatzschuh hat die All-Court Sohle. Die All-Court Sohle ist eher wie eine Indoorschuh/Hallenschuh Sohle - Drehpunkt & Flexkerben. 

tennisnet: Welche Rolle spielt das Gewicht?

Sieber: Aufgrund der Tatsache, dass der Schuh stabiler sein muss, ist er schwerer als ein klassischer Runningschuh. Nichtsdestotrotz verbauen wir auch in unseren Tennisschuhen leichte Materialien wie z.B.. FlyteFoam, um es Spieler*innen zu ermöglichen dynamisch und komfortabel agieren zu können.  

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tennisnet: Was zeichnet daran anknüpfend ganz besonders die Sandplatzschuhe von ASICS aus?

Sieber: ASICS unterscheidet in erster Linie im Spielstil vom jeweiligen Spieler, der Untergrund ist eher sekundär. Wir unterscheiden zwischen den drei oben genannten Spielertypen, für die es sowohl Sandplatz, als auch Hartplatz und Hallenschuhe gibt. Deshalb unterscheidet sich hier nur die Sohle vom Hartplatzschuh. 

Baseline: Für Spielerinnen und Spieler, die sich hauptsächlich an der Grundlinie bewegen und sich durch einen defensiven Spielstil auszeichnen. Dadurch zeichnen sich diese Schuhe besonders durch ihre Stabilität aus. Wichtig ist dabei eine durchgehende Außensohle und stabilisierende Elemente lateral und medial vom Schuh. 

All-Court: Für Spielerinnen und Spieler, die sich auf dem gesamten Feld hin und her bewegen (Serve & Volley) und sich durch einen offensiven Spielstil auszeichnen. Diese Schuhe zeichnen sich vorallem durch ihre Dynamik aus. Eine zweigeteilte Außensohle, sowie einer größeren Flexibilität im Mittelfuß- & Vorfußbereich helfen sich schneller zu Bewegen. 

tennisnet: Welche grundlegenden Neuerungen hat es während der letzten Jahre gegeben, etwa in Hinblick auf die Materialien?

Sieber: Eine grundlegende Neuerung ist die Kategorisierung der Playingstyles, aber auch bei den Materialien gab es Entwicklungen: 

tennisnet: Was sind sichere Anzeichen dafür, dass neue Sandplatzschuhe angeschafft werden?

Sieber: Wenn die Außensohle kaum noch Profil aufweist ist es Zeit neue Schuhe anzuschaffen. 

tennisnet: Worauf sollte ich beim Kauf achten? Eine halbe Nummer größer? Hauteng?

Sieber: Der Schuh muss zunächst passend zum Spielstil gewählt werden, im nächsten Schritt sollte man dann den Untergrund berücksichtigen. Nachdem man diese zwei Faktoren beachtet hat, kann es zum Anprobieren gehen. Der neue Schuhe sollte so sitzen, dass man eine Daumenbreite Platz an den Zehen hat (ca. 1 Nummer größer, 1cm größer), sonst kann es zu blutigen Zehen und ähnlichen Nachwirkungen kommen.

Es ist wichtig nach Passform und Komfort zu entscheiden und sichbestenfalls beraten zu lassen. Wer es in kein Fachgeschäft schafft, hat auf ASICS.com die Möglichkeit den Tennis Shoe Finder zu nutzen und so den richtigen Tennisschuh zu finden! 

tennisnet: Inwieweit können die Schuhe auf die Bedürfnisse von Spitzenspielern wie Novak Djokovic angepasst werden?

Sieber: Das klappt sehr gut, da Top-Athlet*innen wie Novak Djokovic an der Entstehung der neuen Modelle beteiligt sind: Er arbeitet eng mit unserem ISS (Institute of Sport Science) in Kobe, Japan zusammen und steht in ständigem Austausch mit den Expert*innen vor Ort. 

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Dienstag
05.04.2022, 13:00 Uhr
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