ATP Buenos Aires: Carlos Alcaraz - "Endspiele werden nicht gespielt, sie werden gewonnen"

Carlos Alcaraz hat beim ATP-250-Event von Buenos Aires just bei seiner Rückkehr auf die ATP-Tour das Endspiel erreicht. In dieses geht der 19-Jährige mit breiter Brust. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 19.02.2023, 11:46 Uhr

Carlos Alcaraz geht als Favorit ins Endspiel von Buenos Aires
Carlos Alcaraz geht als Favorit ins Endspiel von Buenos Aires

Aus der Distanz, mit reinem Blick auf die Ergebnisse, konnte man am Beispiel Carlos Alcaraz in Buenos Aires eigentlich par excellence mitansehen, wie ein Spieler Fahrt aufnimmt. Hatte der Weltranglistenzweite gegen Laslo Djere noch seine liebe Not, setzte es im Viertel- und Halbfinale jeweils einen mehr als überzeugenden Zweisatzerfolg über Dusan Lajovic und zuletzt Landsmann Bernape Zapata Miralles. 

Dementsprechend breit ist auch die Brust, mit der der 19-Jährige ins Aufeinandertreffen mit Cameron Norrie geht, der sich am unteren Ende des Tableaus ins Endspiel gefightet hat. Ein Spiel, in dem er "auf einem hohen Niveau" wird sein müssen, wie Alcaraz nach seinem Halbfinalerfolg betonte: "Ich muss auf meinem besten Niveau spielen, um ihn zu schlagen: Ich muss sehr aggressiv sein, versuchen, ihm mein Spiel aufzudrücken", erklärte der 19-Jährige.

Alcaraz und seine Final-Philosophie

In Endspiele geht der Youngster indes mit seiner ganz eigenen Philosophie, wie Alcaraz erklärte: "Ich bin ein sehr wettbewerbsorientierter Spieler und gehe in Endspiele mit der folgenden Philosophie heran: Endspiele werden nicht gespielt, sondern gewonnen. Das behalte ich im Hinterkopf. Ich muss alles geben, ich darf mich nicht von der Nervosität eines Endspiels anstecken lassen", so der Weltranglistenzweite. 

Überdies habe es der Youngster verbessert, Spiele auch wirklich solide über die Ziellinie zu bringen - und nicht mit einer komfortablen Führung im Rücken zu versuchen, etwas auszuprobieren: "Das ist etwas, das ich verbessert habe: Wenn ich das Spiel unter Kontrolle habe, denkt mein Kopf daran, so weiterzumachen, nichts Neues zu tun und nichts zu erfinden. Ich versuche einfach, auf dem Niveau weiterzumachen, auf dem ich gerade spiele", erklärte Alcaraz. 

Für den 19-Jährigen geht es in Buenos Aires um den bereits siebenten Titelgewinn in seiner Laufbahn, erstmals war der Überflieger beim ATP-250-Event von Umag erfolgreich (2021), in der Vorsaison holte der Spanier gleich fünf Titel. Den größten davon bei den US Open in New York City. Und auch Südamerika hat einen wichtigen Platz im Herzen des Weltranglistenzweiten: Dort hat Alcaraz im Vorjahr in Rio de Janeiro seinen ersten Titelgewinn auf ATP-500-Niveau feiern können. Und wird kommende Woche versuchen, einen weiteren nachzulegen. Am besten den Titelgewinn in Buenos Aires im Gepäck. 

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Sonntag
19.02.2023, 16:05 Uhr
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