ATP-Masters Rom: Sinner mit weiterem Sweep gegen Ruud zum Rekordtitel

Nach einem kleinen Fehlstart übernahm der Südtiroler Jannik Sinner im Endspiel des ATP-Masters-Turniers in Rom gegen den Norweger Casper Ruud immer mehr das Zepter in der Partie und komplettierte mit dem letztlich souveränen Zweisatz-Erfolg seinen „Career-Masters“.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 17.05.2026, 19:29 Uhr

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Mit seinem Final-Erfolg beim 1000er-Turnier in Rom erweiterte Jannik Sinner seine Rekord-Sammlung auf Masters-Ebene.

Hier das gesamte Match zum Nachlesen im Liveticker

Eine Chance nutzen, die eigentlich nicht vorhanden ist, wollte Casper Ruud in seiner ersten Endspielteilnahme beim ATP-Masters-Turnier in Rom, schließlich musste sich der Norweger in allen vier bisherigen Aufeinandertreffen auf der Tour seinem Finalgegner Jannik Sinner aus Südtirol geschlagen geben, ohne dabei einen einzigen Satzgewinn einfahren zu können wie exemplarisch auch im vergangenen Jahr im Viertelfinale in der italienischen Hauptstadt.

Und so zeigte sich Ruud gleich von Beginn an hoch motiviert, um sich als „Spielverderber“ gegen den italienischen Lokalmatador zu präsentieren. Nach einem souveränen Aufschlagspiel ohne Verlustpunkt erspielte sich der 27-Jährige im Anschluss mit einem starken Stoppball zwei laufende Break-Chancen und konnte direkt durch eine verschlagene Vorhand von Sinner aus dem Halbfeld zupacken. Doch nun fand auch Sinner endlich seinen Rhythmus, konterte mit dem direkten Re-Break und zog die Zügel immer mehr an. Ungemacht drohte Ruud bei eigenem Service beim Stand von 4:4. Nach einem Doppelfehler kassierte er zwei unerreichbare Stoppbälle in Folge und musste sein Service nach einem weiteren Stopp seines Gegners durch einen ins Aus geschobenen Ball abgeben. In einem beeindruckenden Zu-Null-Aufschlagspiel unterstich Sinner seine deutliche Leistungssteigerung und besiegelte per Netzangriff mit einem Smash den Gewinn des ersten Durchgangs.

Mit dem Satzgewinn im Rücken dominierte Sinner die Partie im zweiten Akt immer deutlicher. Mit einem krachenden Rückhand-Gewinnschlag schnappte er sich gleich das erste Aufschlagspiel seines Gegners und bestätigte dies mit einem Ass zur 2:0-Führung. Zwar verpasste der 24-Jährige durch eine ausgelassene Möglichkeit die Doppel-Break-Führung, war aber dennoch nicht mehr zu stoppen. Einen kurzen Schreckmoment hatte der vierfache Major-Champion zwar noch zu überstehen, als er Ruud bei 4:3 mit einem verpatzten Smash noch eine Break-Chance gestattete. Nachdem er aber auch dieses Spiel noch zu seinen Gunsten drehen konnte, servierte er zwei Spiele später zum Matchgewinn und besiegelte in einem souveränen Aufschlagspiel mit einem Vorhand-Winner inside-out auf die Linie den finalen 6:4, 6:4-Erfolg nach 1:45 Stunden.

Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der zufriedene Sieger im On-Court-Interview: „Wir hatten beide sehr viel Druck und haben heute auch nicht perfektes Tennis gezeigt. Ich habe hier im Turnier versucht, mich immer in die bestmögliche Position zu bringen, aber dies jeden Tag zu schaffen ist nicht immer einfach. Dies ist der Höhepunkt von zweieinhalb unglaublichen Monaten und bin umso glücklicher über den heutigen Sieg.“

Mit seinem Premierentitel im Foro Italico baute der Weltranglistenerste seine Rekordserie auf nun sechs gewonnene Masters-Titel in Serie aus, bleibt damit in dieser Saison auf 1000er-Ebene weiter ungeschlagen und konnte damit als jüngster Spieler der Geschichte jedes Masters-Turnier mindestens einmal gewinnen, was bis dato nur Novak Djokovic 2018 in Cincinnati im Alter von 31 Jahren gelang. Zudem führt er die Liste mit nun 34 in Serie gewonnenen Matches auf 1000er-Ebene vor dem Serben an, der diesbezüglich 31 Erfolge vorweisen kann. 

Hier das Einzel-Tableau aus Rom

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von Dietmar Kaspar

Sonntag
17.05.2026, 19:11 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.05.2026, 19:29 Uhr

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