ATP-Challenger Rennes: Ein Rasenexperte fordert Dominic Thiem

Dominic Thiem trifft im Achtelfinale des ATP-Challenger-Turniers in Rennes auf den Briten Ryan Peniston. Der Linkshänder hat in dieser Saison schon einen herausragenden Match-Sieg gefeiert.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 11:05 Uhr

Ryan Peniston in seinem natürlichen Habitat: auf Rasen
© Getty Images
Ryan Peniston in seinem natürlichen Habitat: auf Rasen

Die Arbeitsnachweise von Ryan Peniston auf der ATP-Tour fallen quantitativ nicht überragend aus (fünf Siege, drei Niederlagen), der 26-Jährige Brite kann aber immerhin von sich behaupten, jenen Mann geschlagen zu haben, der in dieser Saison zweimal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers stand: Im Londoner Queen´s Club erwischte Peniston nämlich Casper Ruud eiskalt, gewann das Erstrunden-Match gegen den Norweger mit 7:6 (4) und 7.6 (2). Nun gilt Ruud als ein Mann, der auf Gras eher Golf als Tennis zu spielen beliebt, aber bitte.

Acht Partien sind es insgesamt, die Peniston auf der „großen“ ATP-Tour in diesem Jahr hingelegt hat, fünf davon siegreich. Heute Abend in Rennes wird keines dazukommen, das Turnier in Frankreich fühlt sich der Challenger-Tour zugehörig. Aber auch dort kann man einen Grand-Slam-Champion erwischen. So wie Dominic Thiem.

Thiem gegen Simon zweistellig

Der Österreicher ist gegen Gilles Simon etwas langsam gestartet, hat den Franzosen dann aber doch recht ungefährdet zunächst aus dem Turnier komplimentiert und dann noch ein paar nette Worte zum bald anstehenden Karriere-Ende hinterhergeschickt. Thiem hatte am Dienstagabend mit den äußeren Umständen fast ebenso sehr zu kämpfen wie mit seinem Gegner. Nach einem Schuhwechsel nahm die Partie aber ihren erwartbaren Verlauf, Thiem ist in Sachen Siege gegen Gilles Simon nun zweistellig.

Gegen Peniston erwarten den 29-jährigen Niederösterreicher andere Herausforderungen als gegen Simon. Letzterer pflegt ja das gute, alte Schachspiel von der Grundlinie aus, Peniston zeigt sich dagegen in schöner Regelmäßigkeit am Netz. Ob ihm der eher langsame Hallenboden in Rennes da zugute kommt, wird sich weisen.

Dominic Thiem hat schon wichtigere Turniere gespielt als jenes in Rennes. In „normalen“ Jahren würde er derzeit wohl pausieren. Und sich mental schon auf einen Auftritt beim Laver Cup kommende Woche in London einstellen. Um für eine Einladung zum Kontinental-Vergleich aber wieder in Frage zu kommen, wäre es dennoch hilfreich, wenn Thiem dem Rasenexperten Ryan Peniston die Bilanz auf Challenger-Ebene (19:12) ein klein wenig verschlechtern würde.

Hier das Einzel-Tableau in Rennes

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von Jens Huiber

Donnerstag
15.09.2022, 12:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 11:05 Uhr

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