ATP Dubai: Novak Djokovic - Angstgegner gibt es keine, aber …
Novak Djokovic trifft heute im Viertelfinale des ATP-Tour-500-Turniers in Dubai etwas überraschend nicht auf Roberto Bautista Agut, sondern auf einen anderen Mann, der ihm schon einmal große Probleme bereitet hat: Jiri Vesely.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
24.02.2022, 09:06 Uhr

Niederlagen von Novak Djokovic waren in der jüngeren Vergangenheit grundsätzlich eine seltene Angelegenheit. Pleiten gegen Kontrahenten, die nicht ganz zur Weltspitze gehören, kann man an einer Hand abzählen. Die Niederlage gegen Daniel Evans in Monte Carlo im Frühjahr 2021 fällt einem da spontan ein. Oder die beiden Pleiten gegen Roberto Bautista Agut in Doha und später in Miami, ebenfalls vor nunmehr fast drei Jahren.
Irgendwas am Spiel des Spaniers, der natürlich irgendwie schon zur Weltspitze gehört, passt Djokovic nicht ganz in den Kram. Dass der Branchenprimus in der gegenseitigen Bilanz dennoch mit 9:3-Siegen führt, muss da kein Widerspruch sein. Ein Viertelfinale Djokovic gegen Bautista Agut wäre also ein Hingucker geworden. Jiri Vesely hat da etwas dagegen gehabt.
Vesely schlägt Djokovic in Monte Carlo
Aber Moment: War da nicht was? Aber ja doch! Ist zwar schon eine Weile her, aber 2016 hat Vesely Djokovic geschlagen. Wie Evans in Monte Carlo, beim zweiten Heimturnier von Nole also. Die Chance zur Revanche hätte es ein paar Monate später bei den US Open gegeben, alleine, Vesely konnte da zum Erstrunden-Match wegen einer Verletzung nicht antreten. Was ein wenig die Geschichte des tschechischen Linkshänders widerspiegelt: Das spielerische Potenzial ist da, der Körper streikt einfach zu oft.
Weshalb sich Jiri Vesely aktuell auch nur auf Position 123 der ATP-Weltrangliste wiederfindet. Der 28-Jährige ist mit exakt einem Saisonsieg in einem Hauptfeld der ATP-Tour nach Dubai gereist, der gelang Vesely in Pune gegen Bernabe Zapata Miralles. Nun ist vor jenem gegen Bautista Agut auch einer gegen Marin Cilic dazugekommen, damit wird Vesely nicht unzufrieden sein. Schließlich musste er sich über die Qualifikation ins 32er-Raster kämpfen. Eine Wiederholung des Coups von Monte Carlo ist am heutigen Freitag unwahrscheinlich, andererseits: Welcher Spieler auf der ATP-Tour kann schon von sich behaupten, dass er eine positive Bilanz gegen den besten Akteur der letzten Jahre hat? Außer natürlich Daniel Evans ...
Hier das Einzel-Tableau in Dubai
