Andy Murray setzt Gilles Simon in taktischem Schlagabtausch schachmatt

Der Top-Star des ATP-World-Tour-500-Turniers in der Wiener Stadthalle zieht mit viel Mühe ins Viertelfinale ein.

von MaWa
zuletzt bearbeitet: 27.10.2016, 00:00 Uhr

Andy Murray

Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe Andy Murray am Donnerstagabend die Achtelfinal-Hürde Gilles Simon bei den Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle genommen hatte. Der Gewinner von 41 ATP-Turnieren, sechsfache Saisonsieger und Wien-Champion von 2014 setzte sich in einer von viel Taktik und zahlreichen langen Ballwechseln geprägten Partie nach 2:41 Stunden gegen den Weltranglisten-24. aus Frankreich mit 4:6, 6:2, 6:2 durch. Viertelfinal-Gegner des Schotten ist am Freitag der US-Aufschlagriese John Isner, der bereits am Mittwoch den Spanier Feliciano Lopez in drei Sätzen niedergerungen hatte. Murray geht als Favorit in diese am Freitag nicht vor 19:00 Uhr beginnende Partie, hat er doch alle sechs Duelle gegen Isner gewonnen - das bisher letzte bei den diesjährigen French Open in Paris.

"Die Matches gegen Gilles sind immer hart. Er bewegt sich gut und kann auch das Spiel sehr gut lesen, daher ist es schwierig, die Punkte fertigzuspielen. Dazu ist er ein intelligenter Spieler mit einem guten Timing. Manchmal bekommst du das Gefühl, je besser du spielst, umso besser spielt auch er. Und je härter du den Ball schlägst, umso schneller kommt er zurück. Daher ist es schwierig, gegen ihn die richtige Balance zu finden", analysierte Murray den taktischen Schlagabtausch gegen Simon, der in manchen Phasen an "Schach auf dem Tennisplatz" erinnerte. Gegen Isner erwartet sich der Weltrangliste-Zweite freilich eine völlig andere Partie. "Er ist einer der besten Aufschläger und hat in seinem letzten Match 31 Asse serviert. Es wird sehr viel auf den Return ankommen. Entscheidend wird sein, bei seinem Aufschlag Chancen zu kreieren und einige davon zu nutzen", so Murray.

Auch Titelverteidiger Ferrer marschiert weiter

Nach Murray erreichte am späten Abend, ein paar Minuten vor Mitternacht, auch Titelverteidiger David Ferrer die Runde der letzten Acht. Der fünftgesetzte Spanier zwang den Portugiesen Joao Sousa nach ebenfalls zahlreichen umkämpften, langen Rallys und 1:41 Stunden Spielzeit mit 6:2, 7:6 (4) nieder. Der Ex-Weltranglisten-Zweite sah sich dabei nach einer ganz klaren 4:1-Führung im zweiten Satz zwischenzeitlich bei 5:6 sowie Aufschlag Sousa zum Satzausgleich wieder, letztlich setzte er sich im Tiebreak nach 0:1-, 1:2-, 2:3- und 3:4-Rückstand mit dem Gewinn der letzten vier Punkte durch. Im Kampf um einen Platz im Halbfinale trifft der 35-Jährige damit am Freitag am Nachmittag in der dritten Partie nach 13:00 Uhr, um nicht vor 16:30 Uhr, auf den Serben Viktor Troicki, der zuvor Österreichs Jungstar Dominic Thiem mit 6:2, 7:5 eliminiert hatte.

von MaWa

Donnerstag
27.10.2016, 00:00 Uhr