ATP Finals 2020: Dominic Thiem - Vieles gleich und doch alles anders

Dominic Thiem verlor wie auch im Vorjahr nach zwei Siegen zu Beginn der ATP Finals sein drittes Gruppenmatch. Dennoch sind die Vorzeichen in diesem Jahr etwas andere als noch vor zwölf Monaten.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 19.11.2020, 19:03 Uhr

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Dominic Thiem bei den ATP Finals in London
© GEPA Pictures
Dominic Thiem verlor auch in diesem Jahr sein drittes Gruppenmatch

Zwei Siege, eine Niederlage, ein Satzverhältnis von 4:3 - ein großer Unterschied ist in Dominic Thiems Gruppenergebnissen im Vergleich zum Vorjahr nicht auszumachen. Auch 2019 gewann der Österreicher seine ersten beiden Matches, nur um anschließend gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner zu verlieren.

Wie bereits im Vorjahr bleibt die glatte Zweisatzniederlage gegen Andrey Rublev für den Lichtenwörther aber auch heuer ohne große Konsequenzen. Der erste Tabellenplatz war Thiem bereits vor dem letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen, auch die 200 verpassten Punkte wird der 27-Jährige verschmerzen.

Thiem topfit ins Halbfinale

"Im Hinterkopf hatte ich immer, dass ich schon qualifiziert war. Die Niederlage ist daher nicht sehr schmerzhaft", meinte daher auch Thiem. Natürlich hätte er den Sieg zu "100 Prozent" gewollt, gleichzeitig sei es ihm nach den anstrengenden Matches gegen Tsitsipas und Nadal aber schwergefallen, die Intensität aufrechtzuerhalten.

Und so richtete der US-Open-Sieger den Blick schnell wieder nach vorne. Bereits am Samstag wartet in der Vorschlussrunde die nächste Herausforderung auf den Weltranglistendritten - dabei könnte es zu einer Neuauflage des Vorjahreshalbfinales gegen Alexander Zverev kommen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg des Deutschen gegen Novak Djokovic.

Es scheint also fast alles gleich zu sein wie im Vorjahr. Doch Thiem selbst machte einige Unterschiede aus: "Es ist von der Ergebnissen her ähnlich. Aber im letzten Jahr war ich krank und hatte die gleichen Probleme mit dem Fuß wie in Wien. Da war ich heilfroh, das dritte Gruppenmatch zu überstehen. Ich habe den Tag Pause dringend benötigt. Das ist in diesem Jahr etwas anders, weil ich körperlich echt fit bin und keine großen Sachen wehtun."

Präferenz in puncto Halbfinalgegner habe er keine, erklärte Thiem, der Zverev gegen Djokovic sogar leicht in der Favoritenrolle sieht: "Wenn er (Djokovic, Anm.) so spielt wie gestern, ist wahrscheinlich sogar Sascha zu favorisieren." Dies könne sich aber immer ändern - wenn in Form, sei Djokovic auf Indoor-Hartplatz der wohl stärkste Spieler im Feld.

Thiem sieht keinen Turnierfavoriten

Dieses Jahr sei ebenjenes aber enorm ausgeglichen, es habe sich laut Thiem noch kein Favorit herauskristallisiert. Klar ist, dass der Österreicher selbst auf jeden Fall einer der heißesten Kandidaten auf den Turniersieg ist - zumindest dann, wenn er eine ähnliche Leistung wie gegen Tsitsipas und Nadal auf den Platz bringen kann.

"Ich muss wieder die Leistung finden, die ich am Sonntag und Dienstag abgerufen habe", weiß daher auch der 27-Jährige. "Wenn ich das schaffe, habe ich gegen beide meine Chance." Und auch die Möglichkeit, das Ende des Turniers anders zu gestalten als noch vor zwölf Monaten.

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